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Cottbus

Cottbuser Einwohnerschwund im Januar vorerst gestoppt

Cottbus Der dramatische Einwohnerschwund von Cottbus könnte vorerst ein Ende nehmen. Wie Carsten Konzack vom Fachbereich für Bürgerservice bei der Stadtverwaltung berichtet, lebten am 31. Januar 2010 exakt 99 769 Einwohner in Cottbus – das sind immerhin 72 mehr als am 31. Dezember 2009.
09.02.2010
Ströbitz ist der Cottbuser Stadtteil mit dem stärksten Einwohnerzuwachs. Archivfoto: Michael Helbig
„Es ist schön, dass wir immerhin eine positive Bilanz registrieren können“, sagt Wieland Eschenburg, Referent des Cottbuser Oberbürgermeisters. „Allerdings halte ich es für verfrüht, angesichts dieser Zahlen von einer Kehrtwende zu sprechen.“ Die Stadtverwaltung wird die aktuelle Statistik laut Eschenburg erst einmal genau unter die Lupe nehmen.

Vor Euphorie warnt auch Carsten Konzack vom städtischen Bürgerservice. „Zwar hat sich ein leichter Rückgang des Einwohnerschwunds schon im vergangenen Jahr angedeutet, und auch im Februar wird sich dieser Aufwärtstrend noch fortsetzen“, erläutert er.  „Wir sollten jedoch in Betracht ziehen, dass Cottbus zum einen einen höheren Anteil von Studierenden als in der Vergangenheit aufweist, und dass viele Bürger ihren Nebenwohnsitz in einen Hauptwohnsitz umgewandelt haben.“ Erst die Analyse mehrerer Monate in Folge wird nach seinen Worten zeigen, ob der Aderlass von Cottbus tatsächlich entgegen aller bisherigen Prognosen bereits jetzt vorüber ist.


René Wappler
 
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Jüngste Kommentare
  • 09.02.2010 10:47
    von Studiosi
    Aufwachen
    Es ist schon, dass die Stadtverwaltung erkennt, dass eigentlich nur die Studenten für den Einwohnerzuwachs verantwortlich sind. Aber was wird für die Studenten getan? Nichts! Hier einige Beispiele:
    - Das Sommerfest auf dem Campus wird nur bis um 24 Uhr erlaubt, obwohl nur Studenten in der Nähe wohnen. Danke liebe Stadt, dass ihr uns das jedes mal versaut. Wir wollen doch nur 1 Wochenende draußen feiern!
    - Es gibt keinen Rabatt für Studenten in den Kneipen, da braucht man sich nicht wundern, dass die Stadt unter der Woche tot ist. Die Stadt sollte da mal das Gespräche mit den Einzelhändlern wagen.
    - Kreativ-Wettbewerbe (z.B. Logo Wettbewerb vom Stadtmarketingverband) gehen völlig an der Uni vorbei, obwohl da 6500 kreative Menschen studieren.
    - Keine günstigen Büros für Existenzgründer von der Uni, da bemühen sich andere Städte wie Senftenberg viel mehr!
    - Als Dank zwackt man den Studenten auch noch Zweitwohnsitzsteuer ab.

    Wacht endlich mal auf! Antworten
  • 09.02.2010 18:32
    von lobedan
    Meine Zustimmung
    In der Tat haben es die Studenten in Cottbus nicht einfach. Ganz im Gegenteil hat man es ihnen in den letzten Jahren sogar schwerer gemacht, fehlt es doch schließlich an günstigen Wohnungen. Wenn der Nahverkehr darauf angepasst wäre, hätte man garantiert auch Wohnung weiter abseits der Universität an den Mann oder die Frau gebracht. Sanieren ist auf lange Zeit gesehen profitabler, als der Rückbau. Aber jetzt ist es zu spät für diese Erkenntnis. Antworten
  • 10.02.2010 21:16
    von jochen3768
    Trugschluss
    Falsch, gerade jetzt sind innovative Konzepte gefragt. Andere Städte wie Spremberg, Guben oder Bergen auf Rügen machen es doch vor. Die Ergebnisse der vorliegenden Studien müssten eigentlich sofort umgesetzt werden. Dazu ist aber Aktivität des Baudezernates gefragt. Wie war das, hatte sich Frau Tschoppe nicht dazu bereit erklärt, nochmals 8 Jahre zur Verfügung zu stehen? Dann hat sie damit schon eine Aufgabe bis 2018. Antworten
  • 09.02.2010 09:17
    von eisbrecher
    Gersch macht das Licht aus...
    ... und Wollitz überlegt noch. ;-DD und dann sind alle, die sich einen Umzug noch finanziell leisten können, verschwunden aus der total verfilzten Stadt mit der großen Fresse. Zuerst gingen die Besten (1989 und davor) dann die Optimisten (Investoren), dann die Chancenlosen (die Jugend) und jetzt zum Schluss die, die sich schnell noch in Sicherheit bringen wollen. Wer hier bleibt, tut es aus Trägheit oder weil es woanders keinen rotbraunen Filz gibt, in dem man sich noch einbringen könnte. Cottbus war schon immer die Hauptstadt Dunkeldeutschlands. Antworten
  • 09.02.2010 08:03
    von jochen3768
    "Höhere" Statistik
    W. E. verwechselt offenbar eine ständige mit einer stetigen Entwicklung. Anhand der Daten eines Monats über die Umkehr eines Trends spekulieren zu wollen, ist grotesk und absurd. Aber offenbar gilt hier immer noch Churchills Statement: Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Antworten
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