09. Februar 2012, 00:00 Uhr

Bußgeldzahler spülen Geld in die Kassen von Vereinen

Cottbus. Vereine und gemeinnützige Einrichtungen wurden im vergangenen Jahr großzügig mit Spenden von verurteilten Bußgeldzahlern bedacht.

Knapp 850 000 Euro an Zuwendungen mussten Verurteilte in Brandenburg im vergangenen Jahr an diverse Einrichtungen im Land spenden. Die größte Summe in Cottbus erhielt die Elterninitiative für krebskranke Kinder, die von den Gerichten mit 11 100 Euro aus Bußgeldern bedacht wurde. Die Clownsprechstunde bekam 10 100 Euro, die Verkehrswacht Cottbus 7850 Euro. Auch der Förderverein „Bibliothek und Lesen“ der Stadt- und Regionalbibliothek stand in der Richtergunst weit oben auf der Spendenliste: Der Förderverein erhielt 6950 Euro.

Frank Schauka, Sprecher des brandenburgischen Justizministeriums: „Jeder Richter kann aus der Liste der Zuwendungberechtigten auswählen.“ Dabei können sich die Juristen von eigenen Vorlieben leiten lassen. Die Verurteilten dürfen sich allerdings für ihre Zwangszahlung keine Spendenbescheinigung ausstellen lassen.
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Erstellt am: 09. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2012, 02:37 Uhr
Autor: Andrea Hilscher

Andrea Hilscher

Jüngste Kommentare (2)

Da können wir ja nur froh sein

von Altanschliesser

dass es genug Gesetzesbrecher gibt, die das Bußgeldsäckchen füllen und damit Gutes tun.

Bußgeldzahler spülen Geld in die Kassen von Vereinen vom 09.02.2012- Anfrage

von ireneschroeter

Sehr geehrte Frau Hilscher,ich habe mit Interesse ihr Veröffentlichung gelesen.
Ich bin Vorsitzende des "Vereins für die Innovation der Lehrerausbildung" am Studienseminar Cottbus. Mich interessiert die Frage : "Wie kommt man auf eine solche Liste und damit möglicherweise einmal an eine Zuwendung?"

Können Sie mir die Frage beantworten oder an wen kann ich mich wenden?
Herzliche Grüße
Irene Schröter

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