27. Januar 2012, 00:00 Uhr

Briten starten in Cottbus durch

Kabelhersteller will im Frühjahr mit Bau auf früherem Flugplatz beginnen

Cottbus Die erste große Ansiedlung auf dem alten Cottbuser Flugplatz scheint perfekt. Der Kaufvertrag für ein 20 Hektar großes Areal im Technologie- und Industriepark (TIP) ist dieser Tage unterzeichnet worden. Das verkündet Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD). Im Frühjahr will die PX Kabel GmbH mit dem Bau beginnen.

Zwischen Hangars und der alten Start- und Landebahn will die PX Kabel GmbH ihren Produktions- und Bürokomplex errichten. Foto: Helbig/mih1
Der Cottbuser Norden könnte bald zum Zentrum für das Zentraleuropa-Geschäft des britischen Kabelherstellers PX Cables werden. Dafür hat er mit der PX Kabel GmbH ein deutsches Tochterunternehmen gegründet. Geschäftsführer Pawel Tetnowski erklärt: „Nach jetziger Planung werden wir hoffentlich im Frühjahr Baubeginn haben. Uns drängt die Zeit, da wir so schnell wie möglich unsere Produkte und Dienstleistungen zukünftigen Kunden in Zentraleuropa anbieten wollen.“

Das Kerngeschäft der PX Kabel GmbH besteht in der Herstellung und Konfektionierung, dem Handel und dem Vertrieb von Elektrokabeln, Drähten, Leitungen und der dazugehörigen Ausrüstung für Energie-, Daten- oder Kommunikationsübertragung.

Mit dem ersten Büro- und Hallenkomplex soll nach Angaben von Stadt und Unternehmen möglichst im Frühjahr begonnen werden. Nach einjähriger Bauzeit werden demnach zunächst 30 Arbeitsplätze geschaffen. Mit der Umsetzung des gesamten Projektes sollen 100 Mitarbeiter beschäftigt werden. Angaben über die Höhe der Investition wurden nicht gemacht.

Der Kabelhersteller wird sich auf dem TIP-Gelände südlich der Hangars und nördlich der alten Start- und Landebahn ansiedeln. Der Bereich ist bislang unbebaut.

Laut Oberbürgermeister hatte Cottbus im Ansiedlungs-Wettbewerb unter anderem gegen Standorte in Polen und Belgien die besten Karten. „Wir haben uns letztlich aufgrund der guten Bedingungen auf dem TIP-Gelände durchgesetzt“, erklärt er.

Das Stadtparlament hat zudem sein Okay für eine Fotovoltaik-Anlage auf der früheren Start- und Landebahn im TIP gegeben. Kritik gibt es daran vom CDU-Abgeordneten Wolfgang Bialas. „Ich halte es für falsch, auf einem derart wichtigen Gewerbegelände ausgerechnet eine Fotovoltaik-Anlage zu genehmigen. Wir brauchen produzierendes und Dienstleistungsgewerbe auf dieser Fläche.“ Der Oberbürgermeister kontert: „Das Geld, was wir hier einnehmen, fließt direkt in die weitere Entwicklung am TIP-Gelände und entlastet damit den Stadthaushalt.“ Außerdem würden weitere 20 Hektar südlich der Landebahn in die Planung aufgenommen. Damit seien genügend Flächen für weitere Ansiedlungen vorhanden.

 

Zum Thema:

HintergrundDer Technologie- und Industriepark (TIP) ist der größte der insgesamt 43 Gewerbestandort in Cottbus mit einer Fläche von 285 Hektar.PX Cables Manufacturing & Distribution Company Ltd. mit Hauptsitz in March nördlich von London wurde im Jahr 1984 gegründet. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen den größten Marktanteil in der Produktion und Lieferung von Kabeln im Vereinigten Königreich.
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Erstellt am: 27. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 27. Januar 2012, 09:18 Uhr
Autor: Von Peggy Kompallaund Andrea Hilscher

Von Peggy Kompallaund Andrea Hilscher

Jüngste Kommentare (22)

Fantastisch

von HAG

die PX Manufacturing & Distribution Company Limited schreibt auf Ihrer Internetseite:

Wir haben jetzt von unserer 13 acres großen Standort (52.000 m2) arbeiten mit 121.000 Quadratfuß (11.000 m2) der modernen Zweck gebaut Warehousing mit schnellen Lieferungen in ganz Großbritannien und Irland.
Im Jahr 2010 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 77 Millionen Euro.

Das schreibt lausitz-branchen.de:

Nach Fertigstellung der Gesamtinvestition auf dem 20,0 ha = 200.000 m² (4 x so groß)umfassenden Gesamtgelände sollen 100 Mitarbeiter beschäftigt werden und einen Jahresumsatz von geplanten 200 Millionen Euro generieren ( fast 3 x so viel=

Irgendwie kommt mir das spanisch vor.

Journalistische Qualität der LR

von GaMaCo

. . .übrigens, die heutige Ausgabe der LR (30.01.2012) ist typisch für ihre Verfassung: Sammlung von Agenturmeldungen und riesengroße Fotos/Bilder

Sich freuen oder ärgern!?

von Jensen1111

Was wird den jetzt aus den wirklich tollen Flugveranstaltungen vom Flugplatzmuseum? Und überhaubt mich würde mal interessieren was die Leute vom Flugplatzmuseum dazu sagen..

Investigative LR - ein Traum!

von GaMaCo

Ich würde mir wünschen, dass die LR nicht nur aufschreibt, was die "Obrigkeit" erzählt und ggf. mit Informationen garniert, die man leicht im Internet finden kann, sondern eigene Recherchen zum Thema unternimmt. Warum recherchiert nicht mal ein Redakteur in London vor Ort? Am Geld kann es doch bei dem LR-Preis nicht liegen!

LR Recherche

von HAG

Antwort auf folgenden Beitrag von GaMaCo am 28.01.2012 09:22 Uhr

das ist ganz meine Meinung weichgespült und Obrigkeitshörig wie zu DDR-Zeiten

scaredy-cats, crawler ...?

von prolausi

Antwort auf folgenden Beitrag von GaMaCo am 28.01.2012 09:22 Uhr

Nach der „Blitzmeldung“ und dieser „Kurzmeldung“ wird es hoffentlich noch eine ausführlichere Auseinandersetzung mit dieser Thematik in „unserer“ Heimatzeitung gebeN:
Aber es ist ja leider ein generelles handwerkliches Problem dieser Zeitung: Die journalistischen Darstellungsformen sind vorwiegend beschränkt auf Kurzmeldungen, Nachrichten und Berichte. Es wird in der Mehrzahl der Fälle einfach zu wenig recherchiert. Leider kommen Kritik, Glossen, Essays und gute Kommentare viel zu kurz. Und guter Fachjournalismus, ein Fremdwort für die LR?
So, das musste in dem Zusammenhang einfach ´mal ´raus!

Genau

von GaMaCo

Antwort auf folgenden Beitrag von prolausi am 28.01.2012 11:50 Uhr

Wenn die (Chef)Redaktion ihre Energie auf die Überwindung dieses Missstandes lenken würde, könnte sie den sehr umfangreichen Platz für die Eigenwerbung in der LR-Papierausgabe mit journalistischer Substanz füllen, und die Leser würden dieser Zeitung nicht mehr so massenhaft den Rücken kehren. Auch ich bin noch Abonnent, noch!

Des Kaisers neue Kleider....

von fatalia

....wo ist das Madelchen, was dem Kaiser endlich sagt, das er nackig ist?

Unbegreiflich eigentlich auch die Motivation der Engländer. warum baut ein Engländer in der tiefsten ostdeutschen Provinz Lagerhallen? Haben die auf der Insel keinen Platz für die 3 Hallen? Ist die schottische Hochebene nicht viel näher und mindeststens genauso leer wie die Lausitz?
Die doofen deutschen Provinzler klatschen noch Beifall, Peinlich Peinlich, man möchte sich nur noch fremdschämen, für die alberne Journaille und die gedankenlosen Planer dieser Totgeburt "TIP". Wetten in 2 Jahren meldet "TIP" Insolvenz an und alle heulen noch peinlicher rum.

hmmm

von Ein__Cottbuser

den OB kanste knicken. Durch die geplante Solaranlage wird das "größte zusammenhängend freie ausgewiesene Industriegelände Südbrandenburgs" geteilt...Da ist es dann nur noch halb so groß. Aber "man" spricht mittlerweile von Gewerbegebiet, nicht mehr vom Industriegebiet. Die Stadt verdient an der Solaranlage aber nur am Flächenverkauf, nicht an der Betreibung... Aber mal schaun, ob vor dem Sommer die Ausschreibung durch ist und wenn die Förderung vielleicht wegfällt, dann wirds auch nichts mit der Solaranlage...

die

von huepenbeker

wollen hier produzieren? da werden wohl jede woch container aus china anrollen und die solarpaneele kommen auch dort her.
super, unsere stadtoberen. man kann nur noch kotzen, wie dämlich die da oben sind.

HAHaaa

von hugo100

Warum meint Ihr denn, das die hier sind? Weil unser OB eben n Wirtschaftslenker ist oder eher bissel einach bestuhlt is .......
PV Anlage auf m Flugfeld und Geld verdienen prust... ich hoffe der weis, das irgendwann die Entsorgung ansteht mit nicht unerheblichen Kosten. Aber das ist ja nicht heute, das machen dann andere...
Man kann nur noch lachen was die so anschleppen an "Wirtschaft" und die Potsdamer lachen sich schlapp, das die so einen Minister los sind.
Hört man da immer wieder mal..
Man darf gespannt sein was es demnächst Neues gibt
Cottbus Hellau...oder wie das richtig heisst :D

Kaum zu glauben

von noname

und dann noch 20 ha für Fotovoltaik hergeben, was soll das?

"Wulffen" auch in Cottbus?

von GaMaCo

Wer nähere Informationen über das Großhandelsunternehmen PX Cables und seinen Eigentümer Pat Brownr wünscht, dem empfehle ich die WEB-Site:

http://www.manta.com/ic/mxc0m69/gb/px-cables

Genau

von GaMaCo

Antwort auf folgenden Beitrag von wie-wolf am 27.01.2012 09:56 Uhr

Nun kann wohl keiner mehr glauben, dass dieses Unternehmen etwas in Cottbus produzieren will!

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