Cottbus Rund 75 Bürger haben am Samstag an einem Pflegeeinsatz im Branitzer Park beteiligt. Dabei wurden wucherndes Unterholz, Spitzahorn sowie kranke Bäume beseitigt.
15.03.2010
„Das war einmal der alte Branitzer Anger, bevor der Fürst Pückler das Gelände als Eingangsbereich dem Park zuschlug. Hier stand auch eines der drei Torhäuser der Parkwächter“, erläuterte die Vorsitzende des Branitzer Bürgervereins, Marion Bahrke. „Leider ist hier in den vergangenen Jahrzehnten wenig geschehen. Um das zu ändern, haben wir mit vielen Partnern zu dem Arbeitseinsatz aufgerufen. Wir wollen künftig die Pflege unterstützen, damit es nicht wieder so unordentlich aussieht.“
Besonders freute sich die Bürgervereinsvorsitzende, dass mehr Helfer als erwartet gekommen waren. Neben Einwohnern, der Freiwilligen Feuerwehr, Parkläufern und der Regionalwerkstatt fassten Mitglieder von Institutionen zu, die den Namen des Fürsten tragen. Dazu gehörten der Förderverein, das Gymnasium, die Jagdhornbläser und die gräfliche Familie. Die Treckerfreunde fuhren das Holz ab.
„Diesen Teil des Branitzer Parks werden wir stärker im Blick behalten“, sagte Parkleiter Claudius Wecke, der sich am Entschlammen des Grabens beteiligte. „Zum Problem ist der Spitzahorn geworden, der alles überwuchert, Sträucher und die Krautschicht zurückdrängt. Es drohte ein Wald zu entstehen. Deshalb werden viele Bäume dieser Art, aber auch die Sämlinge aus der Erde geholt. Der frühere Anger erhält wieder eine lichte Gestaltung. Zudem werden Sträucher des Pfaffenhütchens als Ergänzung gepflanzt.“
Zufrieden betrachtete Landschaftsarchitektin Sibille Hasselbach in den Arbeitspausen, wie sich der Charakter des Angers wieder den Pücklerschen Vorstellungen annäherte. „Wir haben in den vergangenen Tagen genau abgewogen, welche Bäume und wie viel Unterholz weichen müssen“, erläutert sie. „Dabei haben wir auch an die hier lebenden Nachtigallen gedacht. Es werden blickdichte Bereiche erhalten, in denen sie sich wohlfühlen.“ ru
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