15. März 2010, 00:00 Uhr

Bischof lobt Reformanstrengungen des Kirchenkreises

Synode zieht erste Bilanz der Veränderungen

Cottbus Zum in der evangelischen Kirche unter dem Motto „Salz der Erde“ eingeleiteten Reformprozess gibt es nach Einschätzung von Bischof Dr. Markus Dröge keine Alternative.

Bischof Dr. Markus Dröge in der Schlosskirche. Foto: Ufer Foto: Ufer
Die damit verbundenen inhaltlichen und strukturellen Veränderungen würden im Kirchenkreis Cottbus schon spürbar, sagte das Oberhaupt der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz am Samstag auf der Frühjahrssynode in der Schlosskirche.

Bis zum Jahresende wird es auf der Ebene des Bistums ein Veränderungsmoratorium geben, um den erreichten Stand analysieren und die nächsten Schritte konzipieren zu können.

Im Zentrum stehe auch künftig die Frage, was von der Evangelischen Kirche in Deutschland bis zur Gemeinde auf jeder Ebene angesichts sinkender Mitgliederzahlen und zurückgehender Einnahmen auch künftig geleistet werden kann, betonte der Bischof. Dabei müssten Seelsorge, Diakonie, Ökumene, Vertrauen und Gemeinschaftsbildung als zentrale Aufgaben und Identifikationsmerkmale gewahrt werden. Die Einführung neuer Methoden und Strukturen müssten diesem Ziel dienen.  Trotz eingeschränkter Möglichkeiten bleibe die Missionstätigkeit ein Kernbereich kirchlicher Arbeit.

Markus Dröge begrüßte es, dass in den vergangenen Jahren im Kirchenkreis bereits wichtige Veränderungen erfolgt seien, die anderswo noch ausstünden. Dazu gehöre die Abschaffung der Kleinstgemeinden, die viele Ressourcen binden würden, die für andere Aufgaben nicht zur Verfügung stünden.

Zur Reformbewegung gehöre auch, sich von Traditionen zu trennen, betonte der Bischof mit Blick auf Kritik an der kürzlich beschlossenen Abschaffung des Sprengels Cottbus und der Art und Weise dieses Vorganges.

Stimmen, die auf wachsende Arbeitsüberlastung hinwiesen, nehme er ernst, versicherte der Bischof. Gottes Werk könne nur von Menschen getan werden, die mit Freude ihrer Arbeit nachgingen. Die Gläubigen und Gemeinden würden deshalb möglichst umfassend in die Reformbewegung einbezogen und hätten die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen, wie dies bereits im Kirchenkreis geschehe.  Die Kirche müsse bei ihrem Wirken nahe an den Menschen bleiben und ihren Anspruch bewahren, Kirche für alle zu sein.

Das auf der Frühjahrssynode 2006 beschlossene Reformkonzept für den Kirchenkreis Cottbus sei auf einem guten Wege, konstatierte Superintendantin Ulrike Menzel. Zunehmend gelinge es, neue Formen kirchlicher Arbeit zu entwickeln. Dazu gehöre die Einbeziehung von Gemeindekreisen in die Gottesdienstgestaltung. Auf diese Weise gelinge es, die Pfarrer bei der Betreuung immer weitläufigerer Gemeindegebiete zu unterstützen. Der Kirchenkreis setzt seine Schwerpunkte auf Verkündigung, Erziehung und Bildung, Seelsorge, Kirchenmusik sowie Arbeit mit den Generationen. ru
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Erstellt am: 15. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 15. März 2010, 08:11 Uhr
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