Bauarbeiter graben alte Gleis-Trasse in Cottbus aus
Cottbus
Eine alte Gleis-Trasse haben Bauarbeiter in der Cottbuser Karl-Liebknecht-Straße ausgegraben. Wie Cottbusverkehr-Chef Ulrich Thomsch bestätigt, handelt es sich um Straßenbahnschienen aus dem Jahr 1903. Der Cottbuser Uhrmachermeister Karl-Heinz Schlodder hat deshalb in Archiven geforscht, um weitere Details zu dieser historischen Straßenbahnstrecke in Erfahrung zu bringen.
Eine historische Aufnahme aus dem Jahr 1912: Das alte Gleisstück lag im Bild rechts, wo das Pferdegespann vor dem Restaurant zu sehen ist.Bei Bauarbeiten in der Karl-Liebknecht-Straße ist die alte Gleis-Trasse unter dem Asphalt gefunden worden.Die freigelegten Schienen aus der Nähe. Foto: Karl-Heinz SchlodderFoto: Schlodder
«Wand’rer hemme deinen Schritt, steh’ und staun’ und fahre mit, die ,Elektrische’ ist da, Cottbus, Großstadt, jetzt hurra.» So lautet ein Werbeslogan, der im Jahr 1903 das Straßenbahn-Wunder in Cottbus begleitete. Uhrmachermeister Karl-Heinz Schlodder berichtet: «In den Jahren 1903 bis 1914 fuhr in der Karl-Liebknecht-Straße, weiter bis zum Spreewaldbahnhof, die Elektrische von Cottbus.» Noch in den 30er-Jahren seien vom Theater aus nach den abendlichen Vorstellungen vier Solowagen in alle Stadtteile von Cottbus gefahren. «Die letzte Straßenbahnfahrt führte vom Spremberger Turm aus am 30. Oktober 1973 auf dem rechten Gleis nach links zum Bahnhof.» Der zweigleisige Ausbau der Bahnhofstraße und die Streckenführung durch die Stadtpromenade hätten schließlich das Ende dieser Trasse besiegelt.
Ein historisches Dokument stützt die Darstellung des Uhrmachers. So hatte die Cottbuser Polizei-Verwaltung am 29.
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