Am 15. Februar 1945 griffen alliierte Flieger die Stadt an
Cottbus
Die Bombardierung am 15. Februar 1945 zählt bis heute zu den verheerendsten Tagen in der Geschichte der Stadt Cottbus. Am kommenden Montag jährt sich der Tag zum 65. Mal. Die RUNDSCHAU erinnert mit Hilfe von Heimatforscher Heinz Petzold an die Schrecken der Zeit. Mit interaktiver Karte
Ruinen in der Thiemstraße Ecke Calauer Straße. Foto: Stadtmuseum Foto: Stadtmuseum
Am 15. Februar 1945 strahlte am Vormittag die Sonne. Es war frostig kalt, doch es versprach ein schöner Tag zu werden – das berichten Augenzeugen. Doch der Schein trog. Ab zehn Uhr morgens versendete das Luftwaffen-Sicherheitskommando in Dissenchen verschlüsselte Meldungen über einfliegende feindliche Bomberverbände. Auch die Cottbuser Bahnhofsleitung wurde gewarnt und angehalten, die Gleise freizuräumen. Doch es fehlte an diesem Tag an fahrbereiten Dampflokomotiven, berichtet Heinz Petzold. Und so standen direkt neben einem Munitionszug mehrere Verwundetenzüge und Waggons mit Tausenden von Flüchtlingen. Unter ihnen befanden sich auch rund 400 Kinder.
Gegen 11.05 Uhr ertönten die Sirenen zum Voralarm, gegen 11.35 Uhr folgte der Fliegeralarm. Etwa 435 B 17-Bomber der 3. Division der 8. US-Luftflotte näherten sich in Begleitung von Fernjägerschutz der Stadt. Die Spitze von etwa zehn Fliegern erreichte Cottbus gegen 11.45 Uhr. Ihr folgten Geschwader auf Geschwader.
Übersichtskarte Bombardierung von Cottbus im zweiten Weltkrieg
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