Achtjähriger vom Fahrdienst im Auto vergessen
Cottbus Mehrere Stunden vermisst wurde am Mittwoch ein achtjähriger Schüler in Cottbus. Der Junge wurde zwar am frühen Morgen durch einen Fahrdienst zu Hause abgeholt, kam aber nie in der Schule an. Nach großen Suchmaßnahmen im Cottbuser Stadtgebiet fand gegen 22:15 Uhr die Polizei den Jungen wohlbehalten. Der Achtjährige saß noch im verschlossenen, geparkten Fahrzeug des Fahrdienstes auf einem Firmengelände.
Daraufhin startete sofort eine groß angelegte Suchaktion im gesamten Stadtgebiet. Schließlich entdeckten die Beamten das Kind gegen 22.15 Uhr im Fahrzeug des Fahrdienstes, das auf dem Firmengelände geparkt war.
Der Achtjährige hatte zu diesem Zeitpunkt 15 Stunden in dem abgeschlossenen Kleinbus verbracht und das bei Temperaturen über 30 Grad Celsius. „Er hatte glücklicherweise etwas zu trinken und essen dabei“, berichtet Torsten Wendt. Wegen der Hitze habe er sich ausgezogen. Der Junge konnte nach einer vorsorglichen Untersuchung im Krankenhaus mit seinen Eltern nach Hause fahren.
Die Kriminalpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Fahrer ein, erklärt der Polizeisprecher.
Unterdessen herrscht beim betroffenen Fahrdienst Entsetzen. „Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wie das passieren konnte“, sagt der Geschäftsführer. Der betreffende Kollege sei erfahren, nun aber zunächst vom Dienst freigestellt worden. Der Firmenchef hat sich nach eigenen Worten bei den Eltern und dem Jungen am Donnerstag persönlich für den Vorfall entschuldigt.
Extras zum Artikel
Schlagworte zum Artikel:
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 25. August 2011, 14:09 Uhr
Geändert am: 25. August 2011, 17:59 Uhr
Autor: pk

Jüngste Kommentare (23)
Taxi zur Schule
von Sidegast
von lobedan
Ich kann mir eigentlich nur vorstellen das es sich in dem Fall um grobe Fahrlässigkeit des Fahrers handelt.Wenn ich als Fahrer 8 Schüler einsammle muß es doch möglich sein selbige auch wieder aussteigen zu sehen.Wenns mich denn interresiert.Da ist wohl einer am Falschen Arbeitsplatz.Ob behindert oder nicht.Meine Enkeltochter sollte als Schulanfängerin mit 6 Jahren 55Min und 22 Haltestellen alleine mit Öffentl.
Linie fahren.Dem Schulverwaltungsamt SFB war das Wurscht die sind so arrogant und Weltfremt man könnte schreien.
Von Sachsendorf nach Sandow und behindert?
von lobedan
Eher nicht. In Sandow gibt es keine Behindertenschule. Vielleicht eine leichte Behinderung, mit der das Kind am normalen Unterricht teilnehmen kann, aber dann könnte es sich sicherlich bemerkbar machen.
Dass Grundschulkinder morgens zur Schule gebracht werden, ist heute gar nicht mehr ungewöhnlich, gerade wenn sie nicht in ihrer Wohngegend zur Schule gehen. Solche Dienste bieten vor allem Taxi-Unternehmen an. Nur stehen Taxis in der Regel auch nicht den Rest des Tages auf dem Hof.
Wie auch immer die genauen Hintergründe aussehen, ich glaube hier in erster Linie an eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände, sodass man bei keinem der Beteiligten die volle Schuld suchen sollte.
Erst lesen, dann urteilen.
von Lehrerfreund
Was hier einige Kluge in das Forum schreiben und dabei über Lehrer urteilen ist schlichtweg "Schwachsinn in Potenz". Die solche Dinge über Lehrer schreiben und Verurteilungen fordern kennen sich nicht mit den Rechtsgrundlagen der Schule aus. Also bitte erst Gesetzestexte lesen (zB. Schulgesetz, Verwaltungsvorschriften, Rundschreiben.....), dann urteilen. Was passiert denn, wenn keiner der Eltern den Telefonhörer abgenommen hätte. Ist dafür der Lehrer auch noch verantwortlich zu machen? Gründlicher nachdenken! Vor Inbetriebnahme der Tastatur Gehirn einschalten. Übrigens machen die Fahrdienste auch einen sehr guten Job. Dies war ein tragischer Enzelfall. Ich wünsche dem Jungen alles Gute und hoffe, dass er dieses Erlebnis schnell positiv verarbeitet.
Erstmal bis 10 zählen und dann schreiben
von mahnender_Beobachter
Warum kommt den keinem von euch in den Sinn, dass das Kind behindert sein könnte? Zu meiner Schulzeit wurden nur körperlich bzw. geistig behinderte Kinder mit einem Fahrdienst zur Schule gebracht. Die Fahrer waren übrigens meistens Zivis. Verstehe nicht, was das ganze DDR vs. BRD soll.
Also kann man dem Kind wohl kaum vorwerfen, dass es nicht auf sich aufmerksam gemacht hat.
Das sehe ich genauso,
von Tine50
Antwort auf folgenden Beitrag von mahnender_Beobachter am 26.08.2011 07:49 Uhr
mit dem Fahrdienst werden nur behinderte Kinder (natürlich auch ältere Personen) befördert.
Ein Freund meiner Familie arbeitet als Fahrer eines solchen Busses, übrigens sehr gewissenhaft und aufopferungsvoll, was in diesem Beruf sowieso unerlässlich ist.
Selbst wenn sich der Junge versteckt hätte, was ich nicht glaube, dann merkt das der Fahrer, er kennt nämlich die Kinder und weiß, wen er befördert. Sicher ist es von Fall zu Fall verschieden, aber meistens gibt er sie persönlich ab.
Es müssen schon außergewöhnliche Umstände gewesen sein, dass so etwas passieren konnte, deshalb sollte man erst einmal die Aufklärung abwarten, ehe hier irgendwelche Personen gelyncht werden.
Sollte es wirklich Schlamperei des Fahrers sein, dann sollte er allerdings hart bestraft werden. Man stelle sich nur mal vor, dass das Kind nichts zu trinken dabei gehabt hätte.
Übrigens gibt es keine Zivis mehr.
Keine Zivis
von Thomas_M
Antwort auf folgenden Beitrag von Tine50 am 26.08.2011 08:42 Uhr
Na, dann heißen die jetzt Bufdis, FÖJler oder sind sonst arme Schweine, die vom Amt in Niedriglohnjobs gezwungen werden. Und Taxiunternehmen, Fahrdienste etc. müssen solche prekären Beschäftigungsverthältnisse anbieten, weil sie sonst von der Konkurrenz aufgefressen werden. Das Fatale daran ist, dass öffentliche Auftraggeber, wie der Landkreis für die Schulzubringer oder den Rufbus; die Krankenkassen für entsprechende Fahrten zum Arzt u.a. so schlecht zahlen, dass das nur durch Ausbeutung der Mitarbeiter zu bewerkstelligen ist. Und wenn ein Unternehmen da nicht mitmacht, na dann geht der Auftrag an ein anderes. Gab doch vor Monaten schon Berichte über die Verhältnisse beim DRK-Fahrdienst in Südbrandenburg.
Keine Zivis
von Thomas_M
Antwort auf folgenden Beitrag von Tine50 am 26.08.2011 08:42 Uhr
Na, dann heißen die jetzt Bufdis, FÖJler oder sind sonst arme Schweine, die vom Amt in Niedriglohnjobs gezwungen werden. Und Taxiunternehmen, Fahrdienste etc. müssen solche prekären Beschäftigungsverthältnisse anbieten, weil sie sonst von der Konkurrenz aufgefressen werden. Das Fatale daran ist, dass öffentliche Auftraggeber, wie der Landkreis für die Schulzubringer oder Krankenkassen für entsprechende Fahrten zum Arzt, für den Rufbus etc. so schlecht zahlen, dass das nur durch Ausbeutung der Mitarbeiter zu bewerkstelligen ist. Gab doch vor Monaten schon Berichte über die Verhältnisse beim DRK-Fahrdienst in Südbrandenburg.
Hmm.
von Thomas_M
Muss nicht oft im Einsatz sein, dieses Fahrzeug, wenn es nach der morgendlichen Schülertour offenbar bis abends um 22 Uhr rumsteht. Was ist das denn für ein Beförderungsunternehmen mit solch einer grandiosen Auslastung?
Was ist das für ein Fahrer, der sich nicht vergewissert, dass die in seine Obhut gegebenen Schüler alle aussteigen und die Schultür erreichen? Wieso kontrolliert er nicht beim Abstellen des Fahrzeugs, ob sich noch jemand darin befindet?
Was ist mit den Lehrern los, die beim unentschuldigten Fehlen eines Kindes nichts tun? Nachfragen bei den Mitschültern hätte gereicht, ob er heute mit Bus war. Das hätten die früh um 7 Uhr schon bejahen können und anschließend bereits Suchmaßnahmen anlaufen können.
Schlamperei Hoch drei!
von unbekannt
Antwort auf folgenden Beitrag von Thomas_M am 26.08.2011 01:30 Uhr
Nicht nur da passieren Fehler die nicht zu entschuldigen sind!Im CTK kommen komplett Papiere von Patienten weg die verstorben sind,nur durch Schlampikeit der Schwestern weil keine Protokolle geführt werde und keine ordentliche Übergabe erfolgt. Man fand die Papier 3Tage später in einen Schwesternschrank,Entschuldigung durch CTK Fehlanzeige. Die Gesundheitsministerin wird sich sicherlich wiedrer über so eine Beschwerde freuen!
Du armes Würstchen kschu!
von reretlaf
Immer diese abgedroschenen, dämlichen Phrasen zelebrieren, hast Du ein Girn,wahrscheinlich ist da nur heiße Luft/Vakuum drin.Ich war Arbeiter und habe Verstand, Du nicht. Kein Wunder wenn dieser Staat kaputtgeht bei solchen Typen.
Luft oder Vakuum???
von snowman28
Antwort auf folgenden Beitrag von reretlaf am 25.08.2011 23:11 Uhr
Weil: wo das eine ist kann das andere nicht sein!

Arbeiter ´reretlaf`
von loewenreh
Antwort auf folgenden Beitrag von reretlaf am 25.08.2011 23:11 Uhr
Arbeiter gewesen zu sein, das heißt nicht automatisch `Verstand zu haben`.
Zweifellos hat `reretlaf` Verstand. Anscheinend nur ein bisschen wenig.
Kein Wunder, dass der Staat DDR kaputtgegangen ist bei solchen Typen!
" Das Schwein von Fahrer ..... " - warum nicht gleich lynchen?
Da muss man doch eigentlich froh sein, dass die Arbeiterklasse nicht mehr
die führende Klasse ist!
Ansonsten: Der `abgetauchte` Knabe wird sich schon was dabei gedacht
haben. Warten wir doch einfach mal ab, was er sagt!
wie blöd
von huepenbeker
muss dieses kind eigentlich sein, sich stundenlang in dem auto aufzuhalten ohne sich bemerkbar zu machen! das ganze stinkt doch zum himmel....
Das arme Kind? Der Arme Fahrer?
von Hobbypole
Stimmt, zu DDR ZEiten haben wir das mal mit durchzählen geübt. Da trifft den Fahrer denke ich mal die Schuld, Wenn ich 8 Posten Belade, sollte ich die auch Ausliefern. ( mein Job) Aber ich weiß auch was Kinder drauf haben. Unser ist auch schon abgehauen, wegen Hunger 7 km nach Hause. 2 Stunden später die Entwarnung an die Polizei, ist zu hause bei Oma angekommen. Und Stolz wie Oskar, das er es alleine geschafft hat. Sicherlich hat das Kind kein Bock auf die Schule gehabt und sich im Auto versteckt. Klinkt jetzt vieleicht Brutal, aber das Kind verarscht bestimmt keinen Fahrer mehr. Es muß nicht immer die"Stille Treppe" sein. Frage mich, wieso wird das Kind früh von fremden in die Schule gebracht, kann aber abends abgeholt werden? Unsere fahren auch nach Sandow, mit dem offiziellen Bus... Warten wir ab, was wirklich war, hoffe es hier zu lesen.
Mal wieder typisch LR
von erka
Sensationsmache im besten Stil einer großen Zeitung mit vier Buchstaben.
Warum wird der Fahrdienst nicht mit Namen genannt - ist wohl am Ende ein guter Anzeigenkunde?
Stimt nicht
von Hobbypole
Antwort auf folgenden Beitrag von erka am 25.08.2011 21:57 Uhr
Bei Bild online und den Anderen Steht auch nichts anderes. Also wie zu DDR Zeiten, die schreiben immer noch alle von einer ab!!
Verbrecher- Kommentar
von kschu
wieviel Haß ist das denn ? Das kann nur ein ,, entmachteter ,, Genosse der sch... DDR sein
Anreihung von unglücklichen Umständen...
von snowman28
man muss ja nicht gleich mit der Axt auf den Fahrer (sicher im Minilohn-Bereich angesiedelt) einschlagen. Es gibt für die Kripo sicher einiges zu ermitteln und auch der Fahrdienst hat sich einige Fragen zu dessen Organisationsstruktur gefallen zu lassen. Beispielsweise: Nachweis der Übergabe des Kindes an die Schule, Kontrolle des Fahrzeuges vor dem Abstellen auf "blinde Passagiere" etc. Nur auf den Fahrer einzuschlagen ist zu kurz gegriffen.
Verantwortung der Schule!?
von unbekannt
Selbstverständlich ist in erster Linie der Fahrer dafür verantwortlich dass die Schüler in der Schule auch ankommen. Wie ist das Verhalten der Schule zu bewerten die offenbar einen achtjährigen Jungen nicht vermisst? Eine Kontaktaufnahme mit der Mutter hätte die Situation viele Stunden eher geklärt. Meine Forderung deshalb: Freistellung des verantwortlichen Lehrers der ersten Stundes und Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen BEIHILFE zur fahrlässiger Körperverletzung.
Ihre Meinung ist gerechtfertigt
von Ein_Lausitzer
Antwort auf folgenden Beitrag von unbekannt am 25.08.2011 20:07 Uhr
Die Lehrerin bzw. der Lehrer hätten sich darum kümmern sollen. Es ist zu hoffen, dass die Schule darüber nachdenkt und die richtigen Schlüsse daraus zieht.
Auch der Fahrer wird ab jetzt hoffentlich seine Aufgabe noch sorfältiger erfüllen.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich gerechtfertigt ist, Kraftfahrer, Lehrer oder beide zu bestrafen. Besser scheint es mir wenn die Beteiligten aus ihren Fehlern lernen und dafür sorgen, dass so etwas nicht wieder vorkommt.