11. Februar 2010, 00:00 Uhr

435 Bomber nehmen Kurs auf die Stadt Cottbus

Angriff jährt sich zum 65. Mal / RUNDSCHAU-Serie Teil 4

Cottbus Die Bombardierung am 15. Februar 1945 zählt bis heute zu den verheerendsten Tagen der Geschichte der Stadt Cottbus. Alliierte Flieger griffen den Bahnhof an und verwandelten große Teile der Südstadt in eine Trümmerwüste. Etwa 1000 Menschen starben. Am Montag jährt sich der Tag zum 65. Mal. Mit interaktiver Karte

Die Tuchfabrik Müffling & Co. in der Parzellenstraße liegt nach dem Bombardement am 15. Februar in Trümmern. Foto: Stadtmuseum Foto: Stadtmuseum
Die erhöhte gegnerische Lufttätigkeit über der Niederlausitz verunsicherte die Cottbuser. Für das Kreisgebiet galt Luftalarmbereitschaft – das Flugsicherungs-Kommando Dissenchen warnte die Bahnhofsleitung mehrmals täglich vor anfliegenden Bombengeschwadern. Diese hingen mit den verstärkten Angriffen auf Ziele im sächsischen Industriegebiet zusammen. Auch im Norden wurde gekämpft – der „Cottbuser Anzeiger“ veröffentlichte am 10. Februar 1945 einen Frontbericht über die Festung Frankfurt (Oder). Noch ahnte in Cottbus niemand, was geschehen sollte. Die zwei britischen Nachtangriffe vom 13. und 14. Februar mit 772 „Lancaster“-Bombern und am folgenden Tag der verheerende Angriff von 311 US-amerikanischen Boeing-Fortress auf die Stadt Dresden waren der Beginn.

Übersichtskarte Bombardierung von Cottbus im zweiten Weltkrieg


Baombardierung von Cottbus auf einer größeren Karte anzeigen
Extras zum Artikel
Schlagworte zum Artikel:
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:

Erstellt am: 11. Februar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 12. Februar 2010, 16:07 Uhr
Autor: Ulrike Worlitz

Ulrike Worlitz

Jüngste Kommentare

Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden
Kommentar hinzufügen

Noch kein Passwort? Hier registrieren