„Gläserne“ Anbaupläne für das Kolkwitzer Wahrzeichen
Architektenbüros stellen Abgeordneten Konzepte vor
Kolkwitz
Die Gemeinde Kolkwitz will ihr Rathaus zeitgemäß ausstatten. „Wir benötigen Technik- und Besprechungsräume sowie einen besseren Zugang für ältere und behinderte Mitbürger“, umreißt Bürgermeister Fritz Handrow (CDU) das Anliegen.
„Diese Aufgaben sind im bisherigen Rathaus nicht realisierbar.“
Abgeordnete und Verwaltung haben vier Architektenbüros der Region gebeten, Studien für einen Erweiterungsbau zu erarbeiten. Die Pläne müssen Räume für Vervielfältigungstechnik, Server und weitere Computer sowie ein Besprechungszimme berücksichtigen – so die Vorgaben der Kolkwitzer. Der Anbau soll zudem respektvoll mit dem Rathaus als Wahrzeichen von Kolkwitz umgehen.
Das Büro Richter, Altmann und Jyrch präsentiert einen fast quadratischen Dreigeschosser mit viel Glas, der rechts neben dem Rathaus entstehen soll. Die Vorderfassade würde leicht vorspringen, das Flachdach ein Stück unter dem Abschluss des Altbaus bleiben. Geplant sind ein Fahrstuhl und Übergänge in allen Etagen. Der für Tagungen der Abgeordneten und Veranstaltungen konzipierte Gemeindesaal würde im obersten Geschoss entstehen mit Anbindung an die Kantine im Dach des Rathauses. Zimmermann & Partner wirbt für einen linksseitigen Anbau.
Über dem Erdgeschoss mit massivem Gemeindesaal, Foyer und Verbindung zum Altbau sowie Fahrstuhl würde sich auf Stelzen das 30 Meter lange und neun Meter breite Bürogeschoss erheben. Der Neubau würde bis zur Straßenflucht vorgezogen. Auf der Rückseite des Gemeindesaales würde ein ummauerter Garten entstehen. Im Alt- und im Neubau würden, verbunden durch Übergänge, die Funktionen auf zwei Etagen konzen triert.
Prokon und Wanta-Architekten würden rechtsseitig einen zweigeschossigen Anbau mit Übergangszone errichten. Der Fahrstuhl würde in eine Dachgaube des Altbaus wandern. Den Blickfang dieser Lösung bilden Fassaden- und Verschattungselemente aus Metall, in die der 17-blättrige Baum des Kolkwitzer Wappens ständig wiederkehrend eingeprägt ist. Der Neubau würde mit einer kleinen Kolonnade bis zur Straße vorgezogen.
Auch Berger & Fiedler würden das Erweiterungsgebäude an der rechten Seite anordnen.
Dieses soll mit einem gläsernen zweigeschossigen Übergangsteil, der auch den Fahrstuhl aufnimmt, auf zwei Ebenen an das Rathaus angeschlossen werden. Foyer und Gemeindesaal entstünden im Erdgeschoss, die Büros würden darüber angeordnet. Die Architekten wollen den Neubau bis zur Flucht des Nebengebäudes vorziehen.
Die Abgeordneten, die viele Fragen zu Bau-, Betriebs- und Energiekosten, zu Nutzungsfunktionen und dem Zugang für ältere und behinderte Bürger stellten, werden am 23. März die Siegerstudie und das Architektenbüro für den zur realisierenden Entwurf bestimmen.
ru
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