05. August 2011, 00:00 Uhr

Spree-Neiße lädt zur Museumsnacht

34 Heimatstuben und Einrichtungen öffnen zur langen Nacht am 3. September

Dissen Am 3. September ist es wieder soweit. Museen und Heimatstuben im Spree-Neiße-Kreis öffnen ihre Türen zur mittlerweile siebten Museumsnacht. Besucher können sich auf Vorträge, Aktionen, Musik und Sonderausstellungen in insgesamt 34 Häusern freuen.

Alte Traditionen und moderne Film- und Lichttechnik prägen in diesem Jahr das Angebot zur Museumsnacht. „Wir wollen die Neugier der Besucher wecken“, sagt Landrat Harald Altekrüger (CDU) und verweist auf die Bedeutung des Aktionstages: „Die Museumsnacht ist eines der großen kulturellen Ereignisse, die wir im Landkreis haben.“ Und das alles entstehe durch das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen und Einrichtungen, betont Kerstin Kossack vom Sprecherrat des Lausitzer Museenlandes, der die Musemsnacht organisiert. Verschiedenste Einrichtungen, von der Bauernstube bis zum Kreismuseum beteiligen sich diesmal. Ein Überblick:

Peitz: Licht-Spiele sollen am Festungsturm und parallel am Aussichtsturm im Erlebnispark Teichland entstehen. Die Türme werden illuminiert, zugleich werden Filme wie „Schlafes Bruder“ und „Das Parfüm“ gezeigt.

Drachhausen: Im Heimatmuseum können die Besucher fleißige Waschfreunde erleben.

Heinersbrück: In der Sorbischen Bauernstube gibt es Märchenerzählungen, eine Feuershow und Feuerwasser.

Jänschwalde: Albernheiten stehen im Vordergrund, wenn Himpelchen und Pimpelchen auftreten oder eine Sonderausstellung über das Wirken des Künstlers Fritz Lattke mit viel Musik eröffnet wird.

Tauer: Sorbisch/wendische Trachten und Geschichten gibt es im Heimatmuseum.

Cottbus: Das Wendische Museum beteiligt sich mit einer „Wasche-Schau“ und Musik aus dem wendischen Dudelsack.

Guben: Ex-Apfelkönigin Jana Wilke führt durch eine Ausstellung zu den Gubener Majestäten. Stadtwächter Andreas Peter lädt zur Wanderung nach Gubin, wo am Dicken Turm die Museumskammer besucht und am Grill gefeiert werden kann.

Guben: Der Verein Gubener Tuche und Chemiefasern zeigt die Ausstellung zu Schätzen der Stadtgeschichte.

Horno: Im Archiv verschwundener Orte können Besucher abgebaggerte Dörfer wiederentdecken. Die Museumsscheune öffnet ihre agrarhistorische Sammlung. Das Kirchliche Informations- und Begegnungszentrum zeigt Auswirkungen der Tagebaue auf das kirchliche Leben.

Forst: Elfenzauber wird an der Noßdorfer Wassermühle gesponnen. Besucher können historische Geräte und Getreidesorten kennenlernen.

Forst: Das Textilmuseum lädt zu Streifzügen durch das Sorauer Land. Die Sonderausstellung wird durch einen Vortrag vertieft und durch Musikschüler aus Zary untermalt.

Forst-Sacro: Im Dorfmuseum stellt der Sacroer Heimatverein eine historische Hochzeit nach. Gleichzeitig wird die neue Sonderausstellung „Rund um die Hochzeit“ eröffnet.

Klinge: Im Freilichtmuseum Zeitsprung können Besucher erstmals die Nachbildung eines Hirsches bewundern. Zudem gibt es Kabarett vor der Kulisse des illuminierten Areals.

Bohsdorf: In der Gedenkstätte für Erwin Strittmatter wird der neue Leseraum mit Bibliothek eingeweiht. Zudem können Besucher Ausschnitte der Verfilmung von Strittmatters „Der Laden“ erleben.

Bloischdorf: „Niederlausitz steinreich“ lautet das Motto der Ausstellung, für die neue Findlinge ins sorbische Dorfmuseum transportiert wurden. Für die Besucher gibt es traditionelle Gerichte aus der Region.

Hornow: Bei Orgelmusik können die 1902 gefertigten Fenster der evangelischen Kirche bewundert werden. Ein Film zeigt Guss und Weihe der neuen Glocken.

Jerischke: Akkordeonmusik, traditionelle Küche und eine Wanderung auf den Weinberg warten im Ochsenkutscher auf die Besucher.

Klein Kölzig: Die Alte Ziegelei zeigt anschaulich die Verarbeitung vom Ton zum Ziegel und lädt zur Fahrt mit der Feldbahn.

Groß Kölzig: Eine Schürzenmodenschau und traditionelles Handwerk werden in der Heimatstube aufgeführt.

Spremberg: Eine szenische Collage auf den Spuren von Eva Strittmatter wird von den Schauspielerinnen Barbara Hütten und Maja Chrenko im Heidemuseum aufgeführt.

Drebkau: „Verwendung von Feldsteinen in errichteten Profanbauten in der Niederlausitz“ lautet das Thema der Ausstellung in der sorbischen Webstube.

Welzow: Eine Sammlung von Porzellantellern und weitere Ausstellungsstücke erwarten die Besucher in der Heimatstube.

Welzow: Ein Diavortrag, verbunden mit den Ausstellungen des Flugplatzmuseums sollen Besuchern die Flugplatzgeschichte näherbringen.

Welzow: Im Archäotechnischen Zentrum zeigt ein Archäologe die Waffen der Vorgeschichte.

Proschim: Alte Technik, Filme und eine Lampionfahrt im Kremser erwarten die Besucher in der Alten Mühle.

Sabrodt: Das Ostereimuseum beteiligt sich mit Filmen, Eier-Golf und mehr.

Burg: Die Heimatstube lässt die Spreewaldbahn zu einer virtuellen Fahrt wiederauferstehen.

Dissen: Das Heimatmuseum lädt zu Liebesaffären bei französischer Musik und Lebenskunst.

Kolkwitz: Im Spielzeugmuseum dreht sich alles um historische Mobile auf vier Rädern.

Kolkwitz: Das Militärhistorische Museum zeigt historische Filme und seine Bunkeranlagen.

www.lausitzer-museenland.de

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Artikel-Aktualisierungen:

Erstellt am: 05. August 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 05. August 2011, 01:40 Uhr
Autor: Von Bodo Baumert

Von Bodo Baumert

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