Kreisinvestition weiter offen
Spremberger fordern Auskunft zur Zukunft ihres Gymaniums
Spremberg Als die Schüler des Spremberger Erwin-Strittmatter-Gymnasiums 2009 die Entwürfe der Architekten für den Ausbau ihrer Schule sahen, haben viele gehofft, die neuen Bedingungen noch zu erleben. Doch inzwischen ist unwahrscheinlich, dass die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen.
Endlich nicht mehr zwischen zwei Schulteilen in Spremberg-Süd und Mittelstraße hin und her pendeln. Endlich ein großer Speisesaal, ein neuer Sportplatz, ein Pausenhof mit genügend Sitzmöglichkeiten, mehreren Tischtennisplatten und einem großen Schachspiel. Und endlich eine Sporthalle, in der sich die Schüler bei der Volleyballangabe nicht an der Wand stoßen. Alle freuen sich schon auf bessere Bedingungen.
Der Ausbau des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums in Spremberg ist das große Investitionsvorhaben des Landkreises in diesem Jahr. Doch erst wenn der Kreishaushalt genehmigt wird, werden Planungen fortgesetzt.
Derzeit werde an der Erweiterung des Haushaltsicherungskonzeptes gearbeitet. Wenn das der Kreistag am 22. Juni bewilligt, geht es an die Genehmigungsbehörde. Der Kreis braucht die Genehmigung, um Kredite aufnehmen zu können, „denn die brauchen wir, um das Vorhaben zu stemmen“, sagt Carsten Billing, Finanzdezernent des Spree-Neiße-Kreises. Was er aber zum jetzigen Zeitpunkt völlig ausschließt, ist, dass Einzelmaßnahmen aus dem Gesamtvorhaben herausgelöst und vom Innenministerium genehmigt werden. Deshalb hat die Schule auch Landrat Harald Altekrüger (CDU) und Innenminister Dietmar Woidke (SPD) zur Konferenz eingeladen.
Im Gymnasium wird befürchtet, dass das Vorhaben am Ende der zu erwartenden Kreisreform geopfert wird. Schollmeier: „Eltern und Schüler legen bei der Wahl der weiterführenden Schulen nach Klasse vier und sechs mehr Wert auf die äußeren Bedingungen. An unserem Tag der offenen Tür im Februar konnten wir sehr viele Eltern mit ihren Kindern begrüßen, die von der inhaltlichen Gestaltung der Schule angetan waren. Als Schule aber, in die letztmalig vor zehn Jahren wirklich investiert wurde und wo das Schul essen vorübergehend provisorisch im Keller ausgeteilt wird, haben wir wenig Zuspruch.“ Schließlich seien Kinder aus sanierten Spremberger Grundschulen anderes gewöhnt.
Im Wettbewerb mit den drei Gymnasien in Hoyerswerda und mit rekonstruierten Gymnasien des Spree-Neiße-Kreises fühle sich das Spremberger Gymnasium benachteiligt. „Schüler, die einmal eine andere Schule gewählt haben, kommen kaum zurück, vielmehr werden auch Geschwister und Freunde auf die andere Schule wechseln“, steht in der Einladung zur Konferenz.
Wie Stadtsprecher Alexander Adam bestätigt, lernen 25 Spremberger Kinder und Jugendliche in Gymnasien außerhalb Sprembergs. „Nicht alle besuchen die Schulen in Hoyerswerda, sie sind auch Sportschüler und Schüler des Steenbeck-Gymnasiums in Cottbus“, so Adam. Spremberg hat derzeit 499 Schüler.
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Erstellt am: 28. März 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 28. März 2011, 02:45 Uhr
Autor: ani

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