Großeinsatz bei Suche / Genaue Ursache des Absturzes noch unklar
Ein einmotoriges Flugzeug ist am Donnerstagabend nahe Lübben abgestürzt. Dabei wurde der Pilot schwer verletzt. Sein Handy rettete ihm vermutlich das Leben. Er konnte damit noch selbst die Flug- sicherung informieren und später durch die Polizei zwischen Biebersdorf und Radensdorf geortet werden.
Für Verwirrung sorgten zunächst ungenaue Angaben über den Ort des Absturzes. Der Pilot glaubte, nahe Lübbenau zu sein. Sechs Feuerwehren waren daher mit 18 Fahrzeugen im Einsatz, um ihn zu suchen. Eine Streifenwagenbesatzung entdeckte schließlich das weit entfernte, schwache Leuchten einer Taschenlampe an der Ortsverbindungsstraße von Biebersdorf nach Radensdorf. Kurze Zeit später wurde der 51-Jährige schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Gegen 19.45 Uhr bekam der Pilot in seinem Kleinflugzeug Robin 2160 Probleme. Es gelang ihm zu melden, dass die Technik ausgefallen war. „Das Flugzeug streifte mehrere Baumwipfel des Kiefernwaldes“, erklärt Polizeisprecher Jens Quitschke den Hergang des Absturzes. Die Maschine fiel schließlich zwischen den Bäumen fast senkrecht zu Boden und landete schwer beschädigt auf dem Fahrwerk.Das Wrack brannte nicht und lag unbeleuchtet im Wald, was die Suche weiter erschwerte.
Der Pilot konnte die Trümmer aus eigener Kraft verlassen und versuchte, sich bemerkbar zu machen. Nach der Verwirrung um seinen Aufenthaltsort brachte erst die Ortung seines Handys den Erfolg. „Er konnte nur einen Waldrand und eine hörbare Straße als Hinweise auf seinen zwischen den Bäumen versteckten Aufenthaltsort geben“, sagt Quitschke. „Durch die Ortung seines Mobiltelefons gelang letztendlich seine Rettung, da die Angaben um einige Kilometer korrigiert werden konnten.“ Quitschke ist erleichtert: „Durch seine Verletzungen hätte der Pilot die frostige Nacht vermutlich nicht überstanden.“ Bei der Suche kam auch der Lübbener Hub retter zum Einsatz. Von dessen Rettungsplattform durchleuchteten die Feuerwehrleute den aufziehenden Nebel mit einer Wärmebildkamera. Später leuchtete die Feuerwehr die Absturzstelle aus, die die Polizei für die Ermittlungen von Kriminaltechnikern und -polizei weiträumig absperrte.
Der angeforderte Hubschrauber kam mit seiner Wärmebildkamera nicht mehr zum Einsatz.Um 4.35 Uhr verließen die letzten freiwilligen Helfer den Absturzort. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahm am Freitagvormittag die Ermittlungen zur Unfallursache auf. Die Polizei blieb bis zum Abtransport des Wracks am Freitagmittag zur Absicherung vor Ort. Das kunstflugtaugliche Schulflugzeug vom Typ „Robin 2160 D“ ist südlich von Berlin auf dem Flugplatz Schönhagen beheimatet.
Mit einem Großaufgebot suchten Polizei und Feuerwehren nach dem verunglückten Piloten.
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Erstellt am: 13. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. März 2010, 01:37 Uhr
Autor: Von Jens Golombek
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