Ein Cottbuser Lehrer unter vielen Nobelpreisträgern
Ehrung für Mario Sader vom Steenbeck-Gymnasium
Cottbus Mario Sader ist es gewohnt, dass seine Schüler Preise und Auszeichnungen abräumen. Schließlich unterrichtet er am Max-Steenbeck-Gymnasium besonders begabte junge Leute. Doch diesmal war er dran. Ihm wurde eine bislang einmalige Ehre zuteil: Er erhielt eine Einladung zur Nobelpreisträgertagung in Lindau am Bodensee.
Neueste Forschung
Von den Vorträgen ist das wohl nicht zu behaupten, die der Cottbuser Lehrer während seines eintägigen Besuchs hörte. Der Schwerpunkt lag auf der neuesten Forschung in Chemie und Biologie. Also genau das Richtige für Mario Sader. Dabei wurde etwa erklärt, wie sich Moleküle selber organisieren oder wie Wasser in Zellen gelangt. „Das war schon ziemlich hoch und auch noch alles auf Englisch“, sagt der Lehrer. Doch das hat ihn nicht verschreckt. Im Gegenteil: „Das ist alles hochinteressant“, erzählt er. Die Begeisterung schwingt in seiner Stimme mit.
Genau darum geht es dem Kuratorium der Nobelpreisträgertagung. Sie wollen motivieren und nicht nur besonders begabten Forschernachwuchs mit den Großen ihrer Zunft zusammenbringen. „Diesmal wollten wir die Brücke zur Schule schlagen“, sagt Referent Christian Schumacher. „Denn die Begeisterung für die Naturwissenschaften und eine wissenschaftliche Laufbahn wird in der Schule gelegt.“
Vier Brandenburger dabei
Die Einladung erhielt Mario Sader also für seinen kreativen und inspirierenden Unterricht, aber auch sein Engagement über den Unterricht hinaus. So ist er laut Kuratorium die treibende Kraft in den brandenburgischen Chemie-Olympiaden und unterstützt seine Schüler darüber hinaus bei Wettbewerben wie „Jugend forscht“ oder „Chemie, die stimmt“. Neben Mario Sader sind erstmals 18 Lehrer zu der Tagung eingeladen worden – vier kommen aus Brandenburg.
Der Cottbuser Lehrer hat in Lindau selbst gesehen, wie junge Leute in der Forschung ihren Weg gehen können. „Das beeindruckt schon und motiviert einen“, sagt er.
Dabei hat Mario Sader am Max-Steenbeck-Gymnasium bereits mit naturwissenschaftlich begabten Schülern zu tun. Eitel dürfe man da nicht sein. „Es ist doch gut, wenn ein Schüler mehr weiß.“ Schließlich lerne er auf diese Weise selbst dazu. „Das ist genau das Ziel.“
Ihm gefällt es besonders, wenn Schüler Dinge hinterfragen, die er schon seit Jahren auf die immer gleiche Weise unterrichtet. „Das gibt einem neue Sichtweisen.“ Genauso wie die Begegnung mit den Nobelpreisträgern.
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Erstellt am: 13. Juli 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. Juli 2011, 02:32 Uhr
Autor: pk

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