16. September 2009, 00:00 Uhr

Astrofans packen einen obendrauf

Beim Jubiläumsteleskoptreffen wird der Startschuss für Sternwartenbau gegeben

Das AstroTeam Elbe-Elster und das Herzberger Teleskoptreffen sind zwei Begriffe, die in der Fachwelt und bei astronomisch Interessierten fest miteinander verbunden sind. Schon zum zehnten Mal wird in diesem Jahr zu diesem Treffen eingeladen. Doch das Jubiläum soll noch mit einem weiteren Höhepunkt gekrönt werden: dem offiziellen Startschuss für den Bau einer Sternwarte.

Das Dobsen von Vereinsmitglied Dr. Erhard Hänßgen aus Plessa ist bei den Herzberger Teleskoptreffen stets ein Besuchermagnet. Mit dem Projekt Elsterland-Sternwarte will HTT-Freund Michael Möckel für ein weiteres Markenzeichen sorgen. Archivfoto: Sven Gückel
Ralf Hofner, Vorsitzender des AstroTeams, und seinen Vereinsmitgliedern ist die Vorfreude auf das Wochenende anzumerken. Schließlich gibt es mehrere Höhepunkte, die das Herzberger Teleskoptreffen (HTT) zu dem gemacht haben, was es heute ist: das Beobachtungserlebnis mit dem Riesendobsen von Dr. Erhard Hänßgen, die große Technikschau am Tage, die Vorträge und Workshops oder auch der H-alpha-Biergarten, der für ganz besondere Stimmung bei der Sternenparty, die seit dem vergangenen Jahr in Jeßnigk zelebriert wird, sorgt.

Bis zu 400 Gäste werden auch in diesem Jahr wieder an prädestinierter Sternenbeobachtungsstelle erwartet. „Wir haben uns auf Anhieb in Jeßnigk wohlgefühlt“, sagt Ralf Hofner. „Dort bieten sich optimale Bedingungen“, beginnt er zu schwärmen. Zum Beispiel vom guten Wetter (das die Region zu einer besonderen für Astrofans macht) und von den guten Lichtverhältnissen (dank der Unterstützung der Städte Herzberg und Schönewalde, die an dem Wochenende die Straßenbeleuchtung reduzieren).

Beide Faktoren seien auch bei der Idee entscheidend gewesen, den Jeßnigker Standort und den dortigen fantastischen Blick auf den Nachthimmel mit einer kleinen Sternwarte aufzuwerten. Michael Möckel, der sich, begeistert von den Bedingungen vor Ort, unlängst dem AstroTeam angeschlossen hat, zeichnet dafür verantwortlich. Der junge IT-Unternehmer aus Zwickau glaubt hier den idealen Standort für eine solche Sternwarte, die er ohnehin bauen wollte, gefunden zu haben. Der Bauantrag ist gestellt. Auf seine Bewilligung wird täglich gewartet. „Unser Dank gilt der Bürgermeisterin der Stadt Schönewalde, dem Jeßnigker Ortsvorsteher und dem Schönewalder Bauamtsleiter, die uns bis hierhin sehr geholfen haben“, sagt Ralf Hofner.

Am Wochenende soll nun der offizielle Startschuss für das Sternwartenprojekt und das damit verbundene große Vorhaben Astronomiezentrum gegeben werden. „Die für die Sternwarte nötigen Instrumentarien sind alle schon vorrätig. Auch die Kuppel ist bereits angeliefert worden. Fehlt nur noch der eigentliche Baukörper.“

Dieser soll neben der Sternwartenkuppel Platz für kleinere Arbeits- und Besprechungsräume bieten. „Schließlich wollen wir das Objekt dann regelmäßig nutzen“, kündigt Hofner an. Bei Astrofreunden hat es sich schon herumgesprochen: Seit April finden in Jeßnigk an jedem Neumondwochenende Beobachtertreffen statt. Derzeit noch in kleiner Runde. Aber wer weiß, wie sich diese entwickeln. Auch das 1. HTT hat einmal ganz klein angefangen . . .

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Erstellt am: 16. September 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 16. September 2009, 01:32 Uhr
Autor: Von Sylvia Kunze

Von Sylvia Kunze

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