„Der Wachstumskern Westlausitz ist gut drauf“
Gespräch mit Wirtschaftsminister Ralf Christophers
Senftenberg. Die Landesregierung Brandenburg will in der nächsten Woche über ihre Förderpolitik für die Regionalen Wachstumskerne beraten.
Der Wachstumskern Westlausitz, zu dem die Städte Finsterwalde, Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg gehören, ist mit fünf Städten die schwierigste Konstruktion unter den 15 Wachstumskernen. Wird das so bleiben? Mein Eindruck ist: Der Wachstumskern Westlausitz ist gut drauf. Sicher haben die fünf Städte es schwerer als Wachstumskerne, die nur aus einer Stadt bestehen. Aber ich denke, gerade die Westlausitz hat einiges angeschoben und es verstanden, in größerer Einheit zu denken.
Sinn der Wachstumskerne ist es, die Förderpolitik zu konzentrieren und die »Stärken zu stärken«. Bleibt es dabei?
Das Kabinett wird sich mit dem Gutachten über die Evaluierung der Regionalen Wachstumskerne befassen. Den dann zu treffenden Entscheidungen kann und will ich hier nicht vorgreifen. Sagen kann ich aber schon jetzt, dass der Wachstumskernprozess ein voller Erfolg ist. Nicht nur die Wachstumskerne selbst haben sich gut entwickelt, sie strahlen auch positiv auf ihr Umland aus und befördern die Entwicklung des Landes insgesamt. Dazu haben neben der finanziellen Förderung auch die mit dem Wachstumskernprozess einhergehenden Verbesserungen in den Bereichen Strategie, Marketing und Kommunikation einen wichtigen Beitrag geleistet.
Wo ist nachzubessern?Die wesentlichen Empfehlungen des Gutachtens, das den anstehenden Rückgang an Fördermitteln berücksichtigen musste, lassen sich in drei Leitlinien zusammenfassen: einen stärkeren Fokus setzen, die Effizienz der Förderung weiter steigern und noch mehr Transparenz schaffen. Dies erreichen wir, indem wir uns auf die weitere Entwicklung von Branchenkompetenzfeldern konzentrieren. Dabei arbeiten wir eng mit Berlin zusammen und haben fünf Zukunftsfelder festgelegt. Zum Beispiel die Gesundheitswirtschaft und die Energietechnik. Gleichwertig sind die brandenburgspezifischen Kompetenzfelder wie die Chemie und Kunststoffindustrie oder die Ernährungswirtschaft.
Mit Ralf Christoffers
sprach Heidrun Seidel
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Erstellt am: 12. Februar 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 12. Februar 2011, 02:35 Uhr
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