So wird King of 12 gespielt

Bei King of 12 hat jeder Spieler einen 12-seitigen Würfel und eines der identischen Kartendecks mit 7 Karten.
Zu Beginn einer jeden Runde - und nur dann - wirft jeder Spieler seinen Würfel. Er erhält ein Ergebnis zwischen 1 und 12. In den nachfolgenden Zügen versuchen die Spieler ihr Würfelergebnis so zu manipulieren, dass sie am Ende eines Zuges das höchste Ergebnis haben.

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Dazu verwenden die Spieler ihre 7 Handkarten. In jedem Zug können die Spieler verdeckt eine Karte spielen. Die Karten haben Effekte, die das Würfelergebnis oder die Siegbedingung verändern.
So kann “Der Alchemist” beispielsweise ein Würfelergebnis verdoppeln, “Der Golem” kann jede Würfelzahl zu einer 12 machen und “Der Ritter” sorgt dafür, dass das niedrigste Würfelergebnis gewinnt.
King of 12 - Doppelt hält nicht immer besser
King of 12 - Doppelt hält nicht immer besser
© Foto: Marcus Scheib
Interessant wird King of 12 jedoch durch seinen Umgang mit doppelten Ergebnissen. Diese werden konsequent negiert. Spielen also zwei Spieler in einem Zug die gleiche Karte, wird der Karteneffekt nicht angewandt. Haben zwei Spieler, nach Wirken der Karteneffekte, das gleiche Würfelergebnis, werden beide nicht gewertet. Und selbst wenn zwei Spieler am Ende einer Runde die gleiche Anzahl Siegpunkte haben, fliegen diese aus der Wertung.
Und so passiert es bei einer Partie King of 12 sehr oft, dass es einen lachenden Dritten und zwei fluchende Spieler gibt.
King of 12 - Doppelt hält nicht immer besser
King of 12 - Doppelt hält nicht immer besser
© Foto: Marcus Scheib
Gewinnt ein Spieler eine Runde, muss er eine seiner 7 Karten permanent ablegen. Somit bekommt der Sieger einen Nachteil und es wird vermieden, dass es talentierte Spieler zu leicht haben.
Sobald ein Spieler seine 3. Runde gewinnt, endet das Spiel.

Fazit zu King of 12

Obwohl sich King of 12 mit seinem Thema und der Story scheinbar eher an eine fantasy-affine Zielgruppe richtet, ist es ein gekonntes Familienspiel. Besonders spannend ist vor allem das sich ändernde Spielgefühl in Abhängigkeit zur Spielerzahl.
Im Spiel zu zweit können die Spieler sehr taktisch agieren. Es ist durchaus möglich zu erahnen, welche Karte der Mitspieler wohl als nächstes spielen wird. Dopplungen kommen sehr selten vor.
Im Spiel mit 3 oder 4 Spielern wird das Taktieren schon etwas schwieriger und es kommt häufiger zu Dopplungen. Aber besonders in dieser Konstellation beginnt, sich King of 12 gemein und ungerecht anzufühlen. Und die Emotionen der Spieler beginnen zu brodeln.
King of 12 eignet sich ideal für Spielgruppen, die gerne kurze Spiele mit wenig Regeln mögen und die Interaktion mit den Mitspielern schätzen.
Eine Fortsetzung von King of 12 ist bereits in Planung. Im Rahmen der SPIEL.digital gab es eine offene Redaktionskonferenz mit der Autorin Rita Modl und den betreuenden Redakteuren von Corax Games.
Erste Eindrücke der Fortsetzung zeigen ein kooperatives Spiel, in dem die Spieler gemeinsam versuchen, ein Unheil zu vermeiden. Wieder muss ein Würfel mit Karten manipuliert werden. Und wieder werden doppelte Karteneffekte negiert. Na das klingt doch spannend.
Dieser Artikel ist Teil unserer Serie Brettspiel-Test.