So funktioniert Crime Hotel

Eine große Besonderheit bei diesem Stichspiel ist das “Spielbrett”, denn dies besteht aus einem Tuch. Das Tuch wird in die Mitte des Tisches gelegt. Danach werden die Zimmerkarten gemischt. Bei vier Spielern werden zwei Karten, bei drei Spielern acht Karten in die Schachtel zurückgelegt. Eine Karte wird unter dem Spieltuch platziert. Der Rest der Zimmerkarten wird nun an die Ermittler verteilt, die am Spieltisch Platz genommen haben. Die Karte, welche sich unter dem Spieltuch befindet, gilt es nun zu ermitteln.
Der Spieler, der zuletzt einen Krimi gelesen hat, wird Startspieler. Der Startspieler legt eine Zimmerkarte hin, diese werden in drei Stockwerke unterteilt. Die anderen Spieler müssen das gleiche Stockwerk bedienen, haben sie keine Zimmerkarte auf der Etage, können sie auch eine andere Etage bedienen.
Anschließend wird der Stich ausgewertet. Je nach Platzierung können die Spieler entweder eine Vermutung äußern oder eine Aktion in der Polizeiwache ausführen.
Bei vier Spielern darf der Erst- und Viertplatzierte einen Tipp abgeben, wo er den Täter vermutet . Ähnlich wie beim Roulette wird entweder eine Stockwerk-Reihe oder eine Zimmer-Reihe gewählt. Ganz sicherere Ermittler können ihre Vermutung direkt auf ein Zimmer setzen.
Crime Hotel - STICHhaltige Beweise helfen jedem Ermittler weiter
Crime Hotel - STICHhaltige Beweise helfen jedem Ermittler weiter
© Foto: Sebastian Schubert
Die zweit- und drittplatzierten Ermittler dürfen in die Polizeiwache. Die in der Polizeiwache befindlichen Beamten dürfen weitere Hinweise sammeln. Dabei gibt es folgende Aktionen: Polizist versetzen, Karten mit einem Mitspieler tauschen, Handkarten eines anderen Mitspieler anschauen, doppelte Vermutung äußern oder Bonuspunkte sammeln.
Derjenige, der den Stich gewonnen hat, bekommt das Polizeiauto, dieser Marker definiert den Startspieler pro Stichrunde.
Nun werden nach dem Ausschlussverfahren die einzelnen Zimmer eliminiert, nach fünf Runden endet das Raten. Danach wird geschaut in welchem Zimmer sich der Mörder befindet.
Kurz zur Erinnerung, diese Karte befindet sich unter dem Tuch. Wenn ein Ermittler die Zimmerreihe errät bekommt dieser 2 Punkte, für die Stockwerkreihe 5 Punkte und für das exakte Zimmer 10 Punkte. Die Punkte werden auf dem Wertungsblock notiert. Nach drei Runden endet das Spiel. Der pfiffigste und punktereichste Ermittler gewinnt Crime Hotel.

Fazit

Crime Hotel erinnerte mich an eine sehr kompakte Variante von Cluedo und Roulette, welches auch noch taktische Stichelemente verbindet. Gerade diese Stichelemente machen das Spiel so spannend. Denn die Frage stellt sich, möchte man lieber ein paar Informationen einholen oder doch riskant auf die Felder setzen. Anstelle eines großen Spielbretts, befindet sich ein Spieltuch in der Verpackung. Dies finde ich super gelöst, da hätte sogar auch die Spielverpackung um die Hälfte schrumpfen können. Aber auch so ist Crime Hotel für Reisen sehr gut geeignet.
Nur die Zimmerkarten hätten ein Stückchen größer sein dürfen, dadurch wäre das Spieltuch dementsprechend natürlich auch größer geworden, dies würde aber kaum mehr Platz wegnehmen. Nach ein paar Spielrunden ging der Wertungsblock relativ schnell zu Ende, dieser lässt nur 20 Spiele zu. Klar gibt es einen beiliegenden Radiergummi, um die Ergebnisse wegradieren zu können. Aber vielleicht wäre ein wiederbeschreibbarer Wertungsblock mit Mini-Whiteboardmarker die bessere Alternative gewesen.
Dieser Artikel ist Teil unserer Serie Brettspiel-Test.