Glimpflich ging dieser Unfall zwischen Zug und Pkw am Sonntagabend in Schleife ab. Es wurde niemand verletzt. Foto: J. Rehle
Er habe doch erkennen müssen, dass es der Bahnübergang ist. Aber das hat er leider nicht. Gemeinsam mit seiner Frau (76) wollte er am Sonntag gegen 18.30 Uhr auf der Hoyerswerdaer Straße jemanden besuchen. In der Dunkelheit ist er aber an der Grundstückseinfahrt vorbeigefahren und suchte nun die nächstbeste Gelegenheit, um zu wenden. „In dem schummrigen Licht dachte ich, es ist die Straße, versuchte zu wenden, und dann steckte das Auto auch schon im Schneehaufen.“ Ihm sei himmelangst und bange geworden, denn alle Versuche, aus dem tief eingeschneiten Gleisbett am Übergang wieder herauszufahren, scheiterten. „Ich habe es mindestens zehn Minuten probiert und es einfach nicht geschafft.“ Seine Frau war längst aus dem Ford Mondeo gestiegen und versuchte, das Auto zu schieben. „Dann kamen drei Leute hinzu, ich weiß gar nicht, wer es war, aber wir haben es trotzdem nicht geschafft.“ In diesem Moment hat der 83-Jährige aus dem Pkw heraus den Zug gesehen, der vom Bahnhof Schleife immer näherkam. „Ich habe meinen Mann angebrüllt, dass er endlich rauskommen soll“, berichtet dessen Ehefrau, der das gerade Erlebte ins Gesicht geschrieben steht. Denn ihr Mann hatte erst in letzter Sekunde das Auto verlassen, und dann erfasste der Odeg-Zug auch schon den Ford, schleuderte ihn etwa zwanzig Meter weiter auf die andere Seite der Bahnstrecke in den tiefen Schnee.
Es ist doch allgemein bekannt, dass im Alter die Sinne mehr oder weniger stark nachlassen. ABER .. der eine hat mit 70 schon Probleme die Verkehrssituation einzuschätzen, der andere fährt noch mit 85 munter drauf los – ohne Probleme. Hier können nur Tauglichkeitstests helfen – das hat auch nichts mit Diskriminierung zu tun (siehe LKW-Führerschein). Der Appell an jeden selber scheitert doch an der Person an sich. Ich glaube es fällt jedem sehr schwer seine eigene Verkehrsgefährdung (oder –unfähigkeit) so einzuschätzen, dass man freiwillig den Führerschein abgibt.
Was die ach so deutlichen Statistiken angeht: Die jungen Fahrer ÜBERSCHÄTZEN sich, und die älteren Fahrer sind ÜBERFORDERT. Das kann man im täglichen Verkehr sehr gut beobachten. Ausnahmen bestätigen die Regel. Antworten
1. die Zahl der Unfallverursacher bezogen auf die Zahl der Verkehrsteilnehmer
( eindeutig zu Gunsten der "Alten") und
2. die charakterlichen Strukturunterschiede und deren Unfalleinwirkung selbst.
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Autofahrer ab 65 einmal im Jahr zum Tauglichkeitstest, damit diese fahrenden Zeitbomben endlich von den Straßen verschwinden! Antworten
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