Lausitzer Gehwege werden zu Fallen für Fußgänger
Region Der Winter hat die Region weiterhin fest im Griff: Krankenhäuser wie das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum (CTK) verzeichnen eine zunehmende Zahl von gestürzten Patienten mit Knochenbrüchen und der Winterdienst belastet die kommunalen Haushalte. Die Kosten zur Beseitigung frostbedingter Straßenschäden sind noch nicht absehbar.
09.02.2010
„Die Anzahl der Stürze hat stark zugenommen, nachdem es in der vorigen Woche kurzfristig taute, und der Schnee jetzt wieder gefriert“, sagt Dr. Olaf Konopke, Chefarzt der Notaufnahme des Carl-Thiem-Klinikums in Cottbus. Am vergangenen Wochenende seien im Zeitraum von Freitagfrüh bis Montag 62 Patienten mit Brüchen, Prellungen und Gehirnerschütterungen infolge von Stürzen auf Glatteis in die Notaufnahme gekommen. Die Stadt Cottbus reagiert auf die unhaltbare Situation auf den Gehwegen mit Geldstrafen. „Gegen die Bürger, die ihrer Räumpflicht bisher nicht nachgekommen sind, werden nun Verwarn- und Bußgelder ausgesprochen“, kündigt Lothar Nicht (Linke), Ordnungsbeigeordneter der Stadt Cottbus, an. „Die Eigentümer stehen in der Pflicht, die Wege zu beräumen.“ Dabei empfiehlt er eine Streumischung von Sand und Split, denn der Einsatz von Salz sei aus Gründen des Umweltschutzes nicht erlaubt.
Auch die drei Rettungsstellen des Elbe-Elster-Klinikums in Elsterwerda, Herzberg und Finsterwalde bekommen die Auswirkungen des erneuten Frostwetters zu spüren. Rolf Rahnefeld, ärztlicher Direktor der Einrichtung, verzeichnet außergewöhnlich viele Glätteunfälle. „Im Vergleich zu anderen Wintern zählen wir 20 bis 30 Prozent mehr Sturzverletzungen.“ Ähnliches gilt für das Klinikum Niederlausitz in Lauchhammer und Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz). Dort seien allein am Samstag 35 Sturzverletzte aufgenommen worden, erklärt die Sprecherin des Klinikums Niederlausitz in Senftenberg, Daniela Graß.
Von Jörg Ciszewski
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Aber mal im Ernst, ich lese hier von fehlendem Geld, Mangel an Kraftstoff etc.
Wie kann es angehen, dass Kinder auf der Straße laufen müssen oder dass Räumfahrzeuge auf dem Weg zu ihrem Einsatz nicht "mal kurz" die Straßen mitschieben, über die sie dort hingelangen? Und wenn es auch zunächst nur eine Spur wäre, der nächste Pflug könnte ja dann den zweiten Fahrstreifen schieben. Soooo knapp kann der Kraftstoff also garnicht sein Antworten
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