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Politik

Lausitzer Gehwege werden zu Fallen für Fußgänger

Region Der Winter hat die Region weiterhin fest im Griff: Krankenhäuser wie das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum (CTK) verzeichnen eine zunehmende Zahl von gestürzten Patienten mit Knochenbrüchen und der Winterdienst belastet die kommunalen Haushalte. Die Kosten zur Beseitigung frostbedingter Straßenschäden sind noch nicht absehbar.

09.02.2010

Glatteis fordert viele Unfallopfer
Immer mehr Menschen verletzen sich bei Unfällen auf vereisten, schlecht geräumten Straßen und Gehwegen.
Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Während in einigen Privathaushalten und Baumärkten der Region Streugut Mangelware ist, bleibt Dieter Krotky von der Straßenmeisterei in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) gelassen. „Wir haben gerade heute 50 Tonnen Streusalz geliefert bekommen. Von angeblichen Engpässen auf dem Markt spüren wir noch nichts.“

Der immense Einsatz von Streugut kommt die Kommunen allerdings teuer zu stehen. „Wir haben in diesem Winter bis Ende Januar bereits 531 Tonnen Streusalz verbraucht“, sagt Olaf Lalk (CDU), stellvertretender Spree-Neiße-Landrat. Im Vorjahreszeitraum seien es lediglich 150 Tonnen gewesen. Der Kreis müsse in diesem Jahr im Vergleich zum vorigen Winter etwa das Vier- bis Fünffache an Mitteln einsetzen. „Während wir für Salz, Kraftstoff und Fremdleistungen bei der Räumung im vergangenen Winter etwa 15 000 Euro aufwenden mussten, gehen wir gegenwärtig von Kosten in Höhe von 80 000 Euro aus.“ Außerdem rechnet Lalk mit erheblichen Straßenschäden infolge des langen Frostwetters. „Dieser Winter belastet die kommunalen Haushalte extrem.“
Gefährlich: Der Frost hat vielerorts große Löcher in die Fahrbahnen gesprengt. Foto: dpa
Foto: dpa



Von Jörg Ciszewski
 
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