29. Dezember 2009, 00:00 Uhr

Lausitzer Städte investieren Konjunktur-Millionen unterschiedlich schnell

Region Rund 1,2 Milliarden Euro erhalten Brandenburg und Sachsen zusammen aus dem Konjunkturpaket II. An die 140 Millionen fließen in die Lausitz. Die RUNDSCHAU gibt einen Überblick, wofür Städte und Landkreise das Geld eingeplant haben und was davon bereits investiert worden ist.

Ende November 2010 soll die neue Leichtathletikhalle in Cottbus fertig sein. Acht Millionen Euro kostet das Projekt. Der Eigenanteil der Stadt beträgt zehn Prozent. Archivfoto: M. Helbig
Wer bekommt am meisten Geld aus dem Konjunkturtopf? Entsprechend der aktuellen Einwohnerzahlen profitieren die größeren Städte am meisten von den direkten Millionenhilfen des Bundes. Krösus ist Cottbus. Insgesamt erhält die kreisfreie Stadt etwa 21,6 Millionen Euro. Weitere Kommunen, die mehr als eine Million Euro zusätzlich investieren können, sind unter anderem Senftenberg, Lauchhammer, Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz), Finsterwalde (Elbe-Elster), Spremberg und Guben (Spree-Neiße) sowie die ostsächsischen Städte Weißwasser (Landkreis Görlitz) und Hoyerswerda (Landkreis Bautzen).

Wer hat bislang am schnellsten gearbeitet?

Eigentlich sollen mindestens die Hälfte der jeweiligen Konjunkturmittel des Bundes laut Gesetz bis zum 31. Dezember 2009 abgerufen werden. Insgesamt erfüllt nur etwa die Hälfte der Lausitzer Kommunen diese Vorgabe.

So hat Spremberg bislang noch nicht einen Cent aus dem Konjunktur-Topf ausgegeben.  Die Stadt handele dennoch wirtschaftspolitisch sinnvoll, sagt Bürgermeister Klaus-Peter Schulze (CDU). „Wir haben in diesem Jahr viel gebaut und entsprechend viele Aufträge an regionale Firmen vergeben.“ Diese sollen auch im kommenden Jahr noch Arbeit haben, so das Stadtoberhaupt. Zudem erfordern die Großprojekte einen längeren Planungsvorlauf.

Besonders schnell haben Bad Liebenwerda (Elbe-Elster), Guben und Luckau (Dahme-Spreewald) gearbeitet. „Von unseren Konjunkturmitteln sind mehr als dreiviertel in den Unternehmen angekommen“, sagt Gubens zuständiger Fachbereichsleiter Klaus Schneider. Die Stadtverordneten hätten die Maßnahmen zügig verabschiedet, die Planungen orientierten sich an den Bauabläufen. Zudem habe die Stadt weitestgehend kleinere Projekte realisiert, erklärt er.

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Erstellt am: 29. Dezember 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 29. Dezember 2009, 09:45 Uhr
Autor: Von Michel Havasi

Von Michel Havasi

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