07. Februar 2012, 00:00 Uhr

Hoffnung bei Druckern in Plauen

Manroland-Insolvenzverwalter vor Ort / Ein Interessent für Standort im Vogtland

Plauen Die Mitarbeiter im ehemaligen Plauener Betrieb des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland dürfen weiter auf einen Investor hoffen. „Es gibt einen ernsthaften Interessenten, die Aussichten sind gut“, versicherte der Sprecher von Insolvenzverwalter Werner Schneider am Montag.

Verbreitet Optimismus: Insolvenzwerwalter Werner Schneider. Foto: dpa Foto: dpa
Dieser hatte mit einem potenziellen Auftraggeber den auch als Plamag bekannten Betrieb besichtigt und zu den Mitarbeitern gesprochen. Dem Sprecher zufolge ist das Werk mit der reduzierten Belegschaft derzeit gut ausgelastet. Es sei schon bald mit einer Entscheidung zum Investor zu rechnen.

Etwa zwei Monate nach der Manroland-Pleite hatte es am 1. Februar unter Federführung Schneiders für etwa die Hälfte der ehemals mehr als 700 Plamag-Mitarbeiter einen Neustart gegeben. Er hält an dem Betrieb als vorläufiger Hauptgesellschafter 80 Prozent, zu 20 Prozent sind drei frühere Manager des Plauener Druckmaschinenbauers beteiligt.

Für die beiden Manroland-Standorte Offenbach und Augsburg gibt es mit der Lübecker Possehl-Gruppe und dem englischen Maschinenbauunternehmer Tony Langley schon neue Eigentümer.

Als weitere Option für Plauen gilt zudem noch immer eine Beteiligung von Possehl.

„Wir haben keinen Grund, am Optimismus des Verwalters zu zweifeln“ sagte der Zwickauer Bevollmächtigte der IG Metall, Stefan Kademann. So habe Schneider bei der Betriebsversammlung unter anderem mitgeteilt, dass die Lehrausbildung fortgeführt werden solle. „Das hört sich gut an.“
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Erstellt am: 07. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. Februar 2012, 03:11 Uhr
Autor: dpa/sm

dpa/sm

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