Hochschule Lausitz gibt Takt vor
Wissenschaftler senken Entwicklungskosten beim Lichtbogenschweißen
Senftenberg Ein kleines Team der Hochschule Lausitz (FH) in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) hat einen Weg gefunden, die Entwicklungszeit beim Lichtbogenschweißen zu verkürzen und somit die Kosten zu senken. Genau das wird von der Industrie auch gefordert.
„Aus vergleichsweise wenigen Messungen leiten wir mathematische Gleichungen ab, die das Verbesserungspotenzial von Schweißanlagen genau eingrenzen“, erklärt er. Es sei also nicht mehr nötig, endlos viele Schweißnähte zu ziehen, die Material und Zeit kosten. Das spielt den Herstellern in die Hände, die angesichts kürzerer Produkt-Lebenszyklen um kurze Entwicklungszeiten bemüht sind. Kruschas Arbeit ist in einem bundesweiten Forschungs-Cluster des DVS eingebettet und wird über drei Jahre mit insgesamt 500 000 Euro finanziert. Mit dem Auftrag hat sich das kleine Lausitzer Team gegen weitaus größere Universitäten durchgesetzt. „Wir haben lange Zeit piano gearbeitet, jetzt sind wir da“, sagt Kruscha.
Bundesweites Interesse Details seiner Arbeit hatte er erstmals während einer Tagung in Senftenberg vor wenigen Wochen präsentiert. Die Teilnehmerliste war beachtlich, auch wenn das Interesse aus der Lausitz durchaus hätte lebhafter sein können. Neben führenden Schweißanlagenherstellern aus Deutschland und Europa – EWM, Fronius, Cloos – haben Experten aus der Industrie – BMW, Volkswagen, Thyssen-Krupp – und Forschung – RWTH Aachen, Bundeswehr-Unis München, Hamburg – zum Teil lange Wege in Anspruch genommen, um mehr über den neuen Ansatz zu erfahren.
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In Deutschland sind 650 000 Arbeitnehmer direkt oder indirekt mit der Fügetechnik verbunden. Etwa 455 000 Arbeitsplätze davon entfallen auf die Schweißtechnik. Weitere Informationen zum Lichtbogenschweißen gibt es unter www.inverse-modellierung.de
In Deutschland sind 650 000 Arbeitnehmer direkt oder indirekt mit der Fügetechnik verbunden. Etwa 455 000 Arbeitsplätze davon entfallen auf die Schweißtechnik. Weitere Informationen zum Lichtbogenschweißen gibt es unter www.inverse-modellierung.de
Möglicherweise führen die dort geknüpften Kontakte zu weiteren Projekten. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir künftig verstärkt Auftragsforschungen direkt für Unternehmen realisieren“, sagt Kruscha. Zumindest personelle Sorgen braucht er sich keine zu machen. Denn jeder seiner drei Wissenschaftler möchte langfristig am IIM-Institut in Senftenberg arbeiten.
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Erstellt am: 17. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 17. März 2010, 18:38 Uhr
Autor: Von Michel Havasi

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