02. November 2011, 00:00 Uhr

Die Tarifgespräche für Ost-Chemie stehen vor der Entscheidung

Berlin Die Tarifverhandlungen für die 30 000 Beschäftigten der Chemieindustrie im Osten befinden sich in der möglicherweise entscheidenden Runde. Gewerkschaft und Arbeitgeber wollen nach Auskunft ihrer Sprecher an diesem Mittwoch in Berlin zu einer Einigung kommen.

Die sechste Verhandlungsrunde hatte am Dienstagmittag begonnen. Am Abend redeten beide Seiten in verkleinerten Gruppen miteinander. Details wurden nicht bekannt. Die Gewerkschaft IG BCE hatte zum Auftakt noch Klärungsbedarf beim Weihnachtsgeld, der Staffelung der Entgeltgruppen für Facharbeiter und bei der Arbeitszeit gesehen. Die Arbeitnehmerseite will erreichen, dass in Ost und West dieselben Bedingungen gelten. Die Arbeitgeber hatten sich zuvor bereit gezeigt, neue Wege zu gehen. Zur Diskussion steht, in den Unternehmen Fonds einzurichten, aus denen heraus Arbeitszeitverkürzungen finanziert werden, etwa wenn Beschäftigte mehr freie Zeit für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige brauchen. Die Tarifrunde für Löhne und Gehälter war schon im Frühjahr abgeschlossen worden. Die Entgelte in der ostdeutschen Chemie wurden wie im Westen um 4,1 Prozent angehoben. Bei den jetzt anstehenden Punkten des Manteltarifs gibt es laut Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) aber noch einen Rückstand bei den ostdeutschen Beschäftigten.
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Erstellt am: 02. November 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 02. November 2011, 03:12 Uhr
Autor: dpa/js

dpa/js

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