03. Juni 2009, 00:00 Uhr

Die Software wird zur Stadt

Cottbuser Wissenschaftler machen abstrakte Computerprogramme anschaulich

„Wie Unsichtbares leuchtet“ titelte die RUNDSCHAU vor ziemlich genau vier Jahren. Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus und der Hochschul-Ausgründung Software-Tomography GmbH hatten es ermöglicht, umfassende Rechnerprogramme in all ihren komplizierten Strukturen dreidimensional sichtbar zu machen in Form einer Galaxie. Inzwischen sind sie dabei, Sternen- durch Städtebilder zu ersetzen.

Hier sind keine Städteplaner bei der Arbeit, sondern Software-Entwickler. Das Stadtbild macht Programmstrukturen sichtbar, über die BTU-Professor Claus Lewerentz und sein Mitarbeiter Frank Steinbrückner (am Laptop) diskutieren. Foto: Helbig Foto: Helbig
Nach erfolgreichem Raumflug setzt das Team um Prof. Dr. Claus Lewerentz vom BTU-Lehrstuhl Software-Systemtechnik wieder zur Landung an. Aus der Visualisierung komplexer Software in Gestalt von großen und kleinen Sternen sowie ganzer Galaxien ist das Sichtbarmachen von Programmstrukturen in Form einer Stadt geworden. Erste Pläne dafür existierten schon vor vier Jahren, inzwischen ist einiges passiert.

Die Metapher (Bild) einer Stadt, sagt Lewerentz, sei dem Menschen doch näher und viel anschaulicher als kosmische Figuren. So werden aus großen Sternen beispielsweise Hochhäuser mit besonders vielen Software-Funktionen und aus Ansammlungen von Himmelskörpern Marktplätze, also Kommunikationsschnittstellen, wo besonders viele Informationen ausgetauscht werden.

Ziel aller Visualisierungen ist es, den Computerprogrammen ein wenig von dem zu nehmen, was sie so spröde und abstrakt macht.

Extras zum Artikel
Artikel Teilen:
Artikel-Aktualisierungen:

Erstellt am: 03. Juni 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Juni 2009, 01:31 Uhr
Autor: Von Rolf Bartonek

Von Rolf Bartonek

Jüngste Kommentare

Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden
Kommentar hinzufügen

Noch kein Passwort? Hier registrieren