Bautzener Projekt „Karriere hier“ will Jugendliche in Lausitz halten
Wie das Oberlausitzer Projekt „Karriere hier” junge Menschen in der Region halten will
Bautzen
Junge Köpfe sind gefragt. Im Zuge des demografischen Wandels ist die Zahl der Schulabgänger in der Lausitz deutlich geschrumpft. Gleichzeitig brauchen Unternehmen nach wie vor Nachwuchs, um sich Fachkräfte zu sichern. Mit „Karriere hier“ hat sich in der Oberlausitz ein Projekt etabliert, das Jugendlichen bei der Berufsorientierung helfen und deren Abwanderung stoppen will. Perspektivisch soll die Initiative auf ganz Ostsachsen und über die Freistaatgrenze hinaus ausgedehnt werden.
Abitur in der Tasche und dann weg? „Karriere hier“ will jungen Menschen aus der Oberlausitz zeigen, welche Perspektiven ihre Heimat bietet und so die Abwanderung kluger Köpfe stoppen. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt mit dem Innovationspreis Weiterbildung des Freistaates Sachsen ausgezeichnet. Foto: dpa Foto: dpa
„Es ist schade, dass viele Jugendliche von ihren Eltern immer noch hören: Wenn du was werden willst, musst du weggehen“, sagt Prof. Dr. Barbara Wuttke, die an der Berufsakademie Sachsen (BA) in Bautzen Öffentliche Wirtschaft lehrt. Dabei habe die Region viel Potenzial und biete Perspektiven für junge Menschen. Prognosen zufolge wird es in diesem Jahr mehr betriebliche Ausbildungsplätze als Schulabgänger geben. Damit bietet sich Bewerbern eine breite Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten. Für Unternehmen dürfte die Suche nach geeignetem Nachwuchs in Zukunft allerdings schwieriger werden.
Das Projekt will mithelfen, junge, motivierte Menschen in der Region zu halten. Bei „Karriere hier“ erfahren die Schüler, wie vielfältig die Wirtschaftslandschaft der Oberlausitz ist, welche Fachkräfte gesucht werden und was es heißt, ein Unternehmen zu führen.
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