Ivan Liska
Ivan Liska wird geehrt. Archivfoto: Ursula Düren

«Er ist ein bewundernswerter Tänzer in allen Charakteren gewesen», begründete der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Tanzkunst in Deutschland, Ulrich Roehm, am Mittwoch in Essen die Wahl der fünfköpfigen Jury. Die Ehrung ist undotiert und wird zum 29. Mal vergeben.

Für Nachwuchskünstler gibt es den Tanzpreis «Zukunft», der 2012 an Gözde Özgür geht. Die gebürtige Türkin ist Demi-Solistin im Bayerischen Staatsballett. Damit gehen beide Preise nach München. Schon mit 18 Jahren hat Özgür die Titelrolle in «Giselle» von Mats Ek übernommen. Ihre Auszeichnung ist mit 3000 Euro dotiert.

Hauptpreisträger Liska habe nach seiner aktiven Karriere als Tänzer den Mut gehabt, eines der größten Ensembles in Deutschland zu übernehmen, sagte Roehm. Dem Bayerischen Staatsballett gehören mehr als 70 Mitglieder an. Außerdem hat der 60-Jährige im vergangenen Jahr die Junior Company gegründet.

Ivan Liska wurde in der tschechischen Hauptstadt Prag geboren und kam nach dem Prager Frühling nach Deutschland. Hier erhielt er Engagements in Düsseldorf, München und Hamburg. Er tanzte auch in der Verfilmung von «Die Kameliendame». Die Tanzpreise werden im Februar bei einer Gala im Essener Aalto-Theater verliehen.