Peredwischniki-Ausstellung
Das Gemälde "Rivalinnen" von Nikolai Kassatkin in Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt

Nach einem Festakt am Samstag mit 1100 Gästen, öffnete die Ausstellung am Sonntagvormittag für das Publikum und erlebte einen ersten Ansturm. Schon eine halbe Stunde nach Öffnung waren 150 Besucher in die Kunstsammlungen Chemnitz geströmt, wie eine Mitarbeiterin sagte. Am Festakt in der Oper nahm am Samstag neben dem russischen Botschafter Wladimir M. Grinin auch die Ururenkelin von Alexander Puschkin, Clotilde von Rintelen, teil.

Bis zum 28. Mai werden insgesamt 87 Gemälde von 41 Künstlern gezeigt, darunter allein zwölf von Ilja Repin (1844-1930). Dessen «Wolgatreidler» und «Die Saporoscher Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief» gehören zu den bekanntesten Arbeiten der «Peredwischniki». Die offiziell als Gesellschaft für Wanderausstellungen firmierende und von 1863 bis 1923 bestehende Künstlerbewegung ist nach Angaben der Chemnitzer Kunstsammlungen in Deutschland noch nie in einer so umfangreichen, eigenen Ausstellung präsentiert worden.

Gezeigt werden vor allem zwischen 1870 und 1910 entstandene Porträts, Landschafts- und Genredarstellungen. 41 Werke stammen aus dem Staatlichen Russischen Museum St. Petersburg, die anderen 46 aus der Staatlichen Tretjakow-Galerie Moskau. Die Schau war zuvor bereits in der Nationalgalerie Stockholm gezeigt worden. Nach der Chemnitzer Schau gehen die Bilder wieder zurück nach Russland.