Zyklon „Tomas“ verwüstet Fidschi-Inseln
Katastrophenalarm im Norden und Osten der Pazifikinseln
Suva
Der Wirbelsturm „Tomas“ hat eine Spur der Verwüstung auf den Fidschi-Inseln hinterlassen. Für den Norden und Osten der Inselgruppe im Südpazifik wurde am Dienstag der Katastrophenalarm ausgerufen, die Behörden gingen von mehreren Todesopfern aus.
Vor allem auf den nördlichen Inseln wurden Straßen und Häuser überschwemmt, rund 17 000 Menschen wurden vor dem Zyklon in Rettungszentren in Sicherheit gebracht.
Der Chef der Militärregierung, Vorege Bainimarama, sprach in einer Erklärung von „unermesslichen“ Schäden. Der Chef der Katastrophenschutzbehörde, Pajiliai Dobui, sagte, es habe auf den Fidschis seit Menschengedenken keinen so langen, starken und zerstörerischen Wirbelsturm gegeben. Die Behörden gingen insgesamt von „ein paar“ Todesfällen aus, sagte er. Die Polizei habe bislang noch keine Opferzahl bestätigen können, da die Kommunikationsverbindungen mit den betroffenen Inseln noch nicht wiederhergestellt worden seien. Bereits am Wochenende war eine Frau ertrunken, die in dem herannahenden Sturm von einer großen Welle mitgerissen wurde.
Der Zyklon der Kategorie vier auf einer fünfstufigen Skala war am Dienstag den zweiten Tag in Folge mit Geschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern über die Inselgruppe hinweg gefegt. Vor allem auf den größten Inseln Viti Levu und Vanua Levu und auf kleineren Inseln im Norden richtete er schwere Schäden. Der westliche Teil von Fidschi bekam den Sturm nicht mit voller Wucht zu spüren.
In vielen Teilen von Vanua Levu waren die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen, Schulen und Behörden blieben geschlossen. Für weite Landesteile galt eine Ausgangssperre. Küstenorte wurden überflutet, auf dem Meer wurden mehr als sieben Meter hohe Wellen gesichtet. Vielerorts lagen umgestürzte Bäume und Strommasten auf den Straßen. Zahlreiche Inseln waren von der Außenwelt abgeschnitten.
dpa/pb
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