Eisbären-Denkmal entsteht in kleinem Nürnberger Atelier
Berlin/Nürnberg
Zum ersten Todestag von Eisbär-Liebling Knut am 19. März kann die von vielen Fans erwartete Bronzeplastik noch nicht im Zoo Berlin aufgestellt werden. Aber in einem kleinen Nürnberger Atelier ist Künstler Josef Tabachnyk, der den kleinen Knut als „Träumer“ auf einer Eisscholle aus Granit nachbildet, schon ziemlich weit.
Bildhauer Josef Tabachnyk mit einer Plastik seines „Braunbärchens mit Schnecke“ im Nürnberger Tiergarten. Foto: dpa Foto: dpa
„Bis Juni schaffen wir es“, sagte Thomas Ziolko von der Gemeinschaft der Förderer des Tierparks und des Zoologischen Gartens in Berlin knapp zwei Wochen vor dem ersten Knut-Gedenktag.
Die Statue soll dann nur wenige Meter vom Bärenfelsen entfernt an den Publikumsstar erinnern, der vor vielen Hundert Zuschauern an einem sonnigen Samstag vor knapp einem Jahr im Alter von vier Jahren plötzlich sterben musste. Eine Virus-Infektion hatte wohl über längere Zeit unerkannt von den Tiermedizinern sein Gehirn zerstört. Knut war von einer Sekunde auf die andere hochgezuckt, ins Taumeln geraten, vom Felsen in den Wassergraben gestürzt und ertrunken.
Bei der Schaffung des Denkmals kann sich der Berliner Zoo als Auftraggeber auf die Reserviertheit und Diskretion des 64 Jahre alten Künstlers verlassen. Es gibt viele Anfragen, aber die Bronze-Skulptur entsteht derzeit abgeschirmt von neugierigen Blicken.
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