Jacksons Leibarzt wegen fahrlässiger Tötung angeklagt
Los Angeles
Michael Jacksons früherer Leibarzt, Conrad Murray, ist am Montag wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Er habe ohne Vorsatz den Tod des Sängers herbeigeführt, heißt es in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, berichtete der US-Sender CNN.
Unter Verdacht: Conrad Murray. Foto: dpa Foto: dpa
Der Kardiologe wurdeam Montagnachmittag (13.30 Uhr Ortszeit/22.30 Uhr MEZ) dem Richter in Los Angeles vorgeführt. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Mediziner bis zu vier Jahren Haft. Jacksons Eltern, Joe und Katherine Jackson, sowie mehrere Geschwister des im Juni gestorbenen Popstars trafen am Montag bei Gericht ein. Jacksons Bruder Jermaine sagte beim Betreten des Gerichtsgebäudes, dass eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung „nicht genug“ sei. Jacksons Familie drängt seit Langem auf eine harte Bestrafung Murrays. Der Leibarzt habe derart leichtfertig gehandelt, dass eine Anklage wegen Totschlags angebracht sei, sagte Familien-Anwalt Brian Oxman kürzlich dem Sender CBS. Nach dem überraschenden Tod des 50 Jahre alten Popstars am 25. Juni hatte Murray eingeräumt, den Sänger mit starken Medikamenten – darunter das Narkosemittel Propofol – behandelt zu haben.
Dem Totenschein zufolge starb der „King of Pop“ an einer „akuten Vergiftung“ mit Propofol. Sein Anwalt Michael Flanagan sagte vorige Woche, er werde für seinen Mandanten sofort Kaution hinterlegen. „Tmz.com“ rechnet mit einer Kaution in Höhe von 25 000 Dollar (etwa 18 300 Euro). Murrays Anwälte rechnen nach eigenen Angaben mit einem langen Verfahren. Die Ermittler durchsuchten wiederholt Praxisräume des Arztes und konfiszierten dabei Computer und Unterlagen. dpa/kr
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Erstellt am: 09. Februar 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2010, 01:25 Uhr
Autor: dpa/kr
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