15. Dezember 2009, 00:00 Uhr
Briten stehen auf deutschen „Gluhwein“
German Markets sind auf der Insel ein Importhit
Bratwurst statt „Fish & Chips“, Glühwein statt Tee, Kölsch statt Ale: Weihnachtsmärkte nach deutschem Vorbild sind in Großbritannien nicht mehr wegzudenken. In fast allen großen Städten gibt es inzwischen „German Markets“ – etwa in London, Birmingham, Manchester, Edinburgh und Nottingham. Und es werden immer mehr.
Der deutsche Weihnachtsmarkt ist auf dem besten Weg, ein Exportschlager zu werden. Die britische Hauptstadt zählt dieses Jahr mehr als eine Hand voll Weihnachtsmärkte. In den schmucken Holzbuden, die sich auf den Märkten anein anderreihen, stehen nicht selten Verkäufer aus Deutschland, die Leckereien aus der Heimat wie „Gluhwein“, Bratwurst und gebrannte Mandeln anbieten.
So wie Jerome Harder aus Hamburg. Der 20-Jährige verkauft auf dem Weihnachtsmarkt „Winter Wonderland“ im Hyde Park im Zentrum Londons deutsche Süßigkeiten. Zum dritten Mal haben er und seine Familie ihre Holzbude in London statt in Norddeutschland aufgebaut. Das Holzhäuschen wurde ebenso wie die Zuckerware mit der Fähre auf die Insel gebracht. „In Deutschland sind die Weihnachtsmärkte schon gut besetzt. Wir wollten was anderes ausprobieren, neue Märkte erschließen“, sagt Harder.
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