"Ich weiß gar nicht, ob ich froh, glücklich, traurig oder unzufrieden sein soll", kommentierte der Wolfsburger Coach das Unentschieden der Kategorie äußerst aufregend. Zunächst waren die "Wölfe" schon nach 44 Sekunden durch Ricardo Costa in Führung gegangen und hatten lange das Spiel bestimmt. Dann schlug Berlin zurück, ein Elfmeter-Streit um Marko Pantelic brachte Favre auf die Palme. Schließlich bestrafte Sascha Riether einen neuerlichen Blackout von Hertha-Verteidiger Steve von Bergen (89.) und sicherte dem VfL noch das 2:2.
Der Frust von Favre hatte sich während der aufregenden Partie mit dem verschossenen Elfmeter von Pantelic entladen. Wie ein Rumpelstilzchen sprang der Schweizer vor seiner Bank herum. "Er sollte nicht schießen. Ein-, zweimal kann man das machen. Aber jetzt kann ich es nicht mehr akzeptieren", sagte der Hertha-Coach. Auch Kapitän Arne Friedrich war sauer, Pantelic verballerte bereits seinen vierten Elfmeter: "Marko wird garantiert keinen Elfmeter mehr schießen, zur Not gehe ich da hin." Ein bisschen machte der Serbe seinen Fehler wieder wett, als er vor dem 2:1 perfekt für Cicero auflegte (85. Minute), der eigentlich auch als Elfmeter-Schütze vorgesehen war. Zuvor hatte Gojko Kacar ebenfalls per Kopf vor 38 921 Zuschauern für die Berliner ausgeglichen (56.). (dpa/noc)