Am Samstag, 21. November, wird in Sachsen für den Erhalt des Haribo-Standorts in Wilkau-Haßlau demonstriert. Ab 14 Uhr soll die Demonstration (ab 14 Uhr) im nahe gelegenen Zwickau losgehen. Auch Zwickaus neue Oberbürgermeisterin Constance Arndt (parteilos) macht sich für den Standort stark. „Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso – diesen Slogan sollte das Unternehmen mit Blick auf die Mitarbeiter, deren Familien und die Region Zwickau beherzigen“, teilte Arndt mit.
Denn das dortige Werk des Süßwarenherstellers steht weiterhin vor dem Aus: Ein erster Verhandlungstermin zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat ist am Donnerstag, 19. November ohne Ergebnis geblieben.
„Das heutige Gespräch hat bestätigt, was wir schon geahnt haben: Die Entscheidung, den Standort in Wilkau-Haßlau zu schließen, ist rein strategisch“, sagte Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Demnach habe die von Haribo geplante Aufgabe des Standorts weder mit der Produktivität noch mit der Arbeitsleistung der Beschäftigten zu tun.

So begründet Haribo die geplante Werksschließung in Sachsen

Die Mitarbeiter empfingen die Vertreter des Unternehmens demnach mit einem Spalier und hätten deutlich gemacht, was eine Werkschließung für die 150 Menschen bedeute. Der Süßwarenhersteller mit Stammsitz in Grafschaft (Landkreis Ahrweiler) hatte vor zwei Wochen überraschend angekündigt, das einzige ostdeutsche Werk zum Jahresende zu schließen.
Als Grund gab Haribo an, dass der kleinste Standort nicht mehr wirtschaftlich sei. Gegen die drohende Schließung regt sich breiter Widerstand. So setzt sich unter anderen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für den Erhalt ein.