FDP-Fraktionschef : „Es würde nicht zu mir passen“
FDP-Chef Holger Zastrow will nicht Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident im neuen Kabinett werden. Der Werbefachmann verkündete gestern seinen Verzicht auf die Ämter . Er wolle lieber Fraktionschef bleiben, sagte Zastrow. Die Abgeordneten bestätigten ihn anschließend einstimmig als Vorsitzenden im Amt.
Holger Zastrow
Seit dem sächsischen Wahlabend vor vier Wochen, als klar wurde, dass es zu einer schwarz-gelben Koalition in Sachsen kommt, war über Zastrows Entscheidung spekuliert worden. Gestern Nachmittag nun lüftete der 40-Jährige sein Geheimnis. Unmittelbar vor der Fraktionssitzung erklärte er, er wolle das „verlockende Angebot“ und die Ehre, Minister zu werden, nicht annehmen. „Es würde nicht zu mir passen“, sagte Zastrow. „Mein Herz sagt mir: Mach' es nicht.“ Er sei Sachsen verpflichtet, aber er habe auch Verantwortung für seine Werbeagentur, die er seit Mitte der 90er-Jahre aufgebaut habe. „Ich bin auch meinen 16 Mitarbeitern und deren Familien verpflichtet.“ Zudem hätte er als Minister seinen Anteil an der PR-Firma verkaufen müssen, was er nicht wolle.Wortbruch sei es jedoch nicht, wenn er als FDP-Spitzenkandidat nicht das denkbare höchste Amt anstrebt. „Genau das ist es nicht.
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