26. August 2011, 00:00 Uhr

Volkskrankheiten im Visier

Leipziger Forscher untersuchen rund 30 000 Probanden / Studie soll zehn Jahre laufen

Leipzig Mit einer umfangreichen Studie wollen Mediziner des Universitätsklinikums Leipzig den Ursachen für Volkskrankheiten auf die Spur kommen. Dazu untersuchen sie ab nächstem Monat rund 30 000 Kinder und Erwachsene.

Leipziger Wissenschaftler wollen herausfinden, wie sich Volkskrankheiten bereits im Kindesalter bemerkbar machen. Das Ziel der Ärzte ist, Ansätze für künftige Therapien, neue Medikamente und Geräte zu schaffen. Es geht dabei unter anderem um Herzinfarkte, Fettleibigkeit und Depressionen. „Um einen Überblick über die Gesamtbevölkerung zu bekommen, werden ganze Schulklassen eingeladen“, sagte der Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche, Wieland Kiess, zur Projektplanung.

30 000 Probanden nehmen teil

Bis 2013 untersuchen Ärzte laut Online-Präsenz des Universitätsklinikums rund 30 000 Leipziger – Kinder und Erwachsene – klinisch und bioanalytisch. Durch die Messung von Stresshormonen in den Haaren der jungen Teilnehmer soll sich etwa zeigen, wie sich psychische Störungen entwickeln. Nach Angaben der Ärzte nimmt die Studie aber nicht nur medizinische Daten auf. Das soziale Umfeld werde untersucht, um Rückschlüsse von der sozialen Herkunft auf die Entwicklung von Krankheiten zu ziehen. Ärzte ergründen genetische Anlagen, Stoffwechsel, Umweltbedingungen und den individuellen Lebensstil.

Denn schon bei Heranwachsenden seien oft frühe Anzeichen wie zum Beispiel Übergewicht festzustellen. Späte Herz-Kreislauf-Erkrankungen würden im Kindesalter angelegt, sagte der Leiter der Studienambulanz des Projekts, Andreas Hiemisch. Bei Erwachsenen ließe sich zum Beispiel eine Arteriosklerose anhand von Kalkablagerungen in den Adern nachweisen. Schon bei Kindern seien Veränderungen der Haut, die irgendwann zu der Erkrankung führten, ebenfalls erkennbar – aber schwerer festzustellen. In einer Pilotstudie haben Ärzte seit März dieses Jahres bereits die ersten 519 Probanden untersucht. Durch diesen Vorlauf wollten Experten die Schwächen des groß angelegten Tests vorab beheben.

Stadt zeigt Interesse an Daten

Leipzigs Sozialbürgermeister Thomas Fabian erklärte, die Stadt sei sehr an den Daten interessiert. Fabian hofft, daraus Aussagen über die konkrete Situation der Kinder und Jugendlichen in Leipzig zu erhalten. Dies ließe dann den gezielten Einsatz von Präventions- und Interventionsprogrammen zu.

Nach Angaben von Klinikdirektor Kiess ist die Studie auf eine Dauer von zehn Jahren angelegt. Zum Ende des Untersuchungszeitraums sollten noch mindestens 60 Prozent der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen dabei sein, sagte er. Er sei diesbezüglich optimistisch, weil Leipzig nur eine sehr geringe Wegzugsquote habe und deshalb ein geringer Schwund bei den Teilnehmerzahlen zu verzeichnen sein werde.

Zum Thema:

Zum Thema ,,Life'' steht für „Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen“. Wissenschaftler wollen mit der Studie insbesondere Ursachen von Volkskrankheiten wie Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt, Diabetes mellitus und Fettleibigkeit, Depression, Demenz, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Kopf- und Halstumore sowie Allergien und Stoffwechselstörungen finden. Die Europäische Union fördert das Forschungsprojekt laut Online-Präsenz des Klinikums mit 32 Millionen Euro, Sachsen subventioniert es mit sechs Millionen Euro.
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Erstellt am: 26. August 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 26. August 2011, 02:58 Uhr
Autor: Von Jörg Aberger und Anna Müller-Heidelberg

Von Jörg Aberger und Anna Müller-Heidelberg

Jüngste Kommentare (3)

Merkwürdig

von summertime

Als das LR-Forum eröffnet wurde, ging es mir gut und ich freute mich auf den Austausch, auch mit Andersdenkenden.

Die "Niederschläge", die ich mir hier im Forum nach Feierabend nicht selten abgeholt habe, um mich vom Alltagsgeschehen abzulenken, trugen maßgeblich zur Verschlechterung meines Gesundheitszustandes bei.

Ohne das Vertrauen in Gott würde ich nicht mehr hier leben wollen. Nachrichten werden veröffentlicht, um Menschen angst zu machen oder, um sie zu provozieren. Wer Schwäche zugibt, liegt ganz unten und wird totgetrampelt (Duisburg 2010).

Ja, auf Gott vertrauen!

von Claus-F-Dieterle

Antwort auf folgenden Beitrag von summertime am 27.08.2011 13:49 Uhr

Hallo,
ich möchte Sie mit zwei Bibelaussagen grüßen.
Jesaja 40,31:
Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden...
Psalm 27,1:
Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft.

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle Heilpraktiker / Psychotherapie

Biblische Krankenheilung

von Claus-F-Dieterle

Zur Behandlung von Depressionen möchte ich auch auf die Biblische Krankenheilung (Aufklärung und Beratung) hinweisen. Grundlage sind Aussagen der Bibel.
Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28:
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken.
Psalm 146,8:
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle Heilpraktiker / Psychotherapie

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