Die Studenten beklagten, dass damit „Managementstrukturen eingeführt“ würden und die „Mitbestimmung erheblich eingeschränkt“ werde.
Zu der Demonstration hatte die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) gemeinsam mit den Gewerkschaften GEW und verdi sowie der Landesvertretung Akademischer Mittelbau in Sachsen aufgerufen. Solidarität mit den Studenten bekundeten die Landtagsfraktionen von Linke und Grünen sowie die Jusos.
KSS-Sprecher Gerald Eisenblätter kritisierte die geplante ersatzlose Abschaffung des Konzils, in dem bisher alle Hochschulgruppen vertreten seien. Zudem solle ein hauptsächlich aus Externen bestehender Hochschulrat anstelle des Kuratoriums treten, bemängelte er. Die Studenten forderten „ein Gesetz mit paritätisch besetzten Gremien“. Zudem kritisierten sie die Übertragung der Personalhoheit auf die Hochschulen und befürchteten mit dem neuen Gesetz eine Einführung von Studiengebühren „durch die Hintertür“.
Die Grünen forderten die Koalition zu einem Richtungswechsel bei dem Hochschulgesetz auf. Den Protest der Studenten wertete der hochschulpolitische Sprecher der Grü-nen-Fraktion, Karl-Heinz Gerstenberg, als eindeutiges Signal gegen die „Entdemokratisierung“. (ddp/mb)
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