Staatskanzlei-Chef Sagurna hält NPD für Sicherheitsrisiko
Leipzig/Dresden. Die sächsische Staatsregierung sieht Verbindungen zwischen der rechtsextremen NPD und paramilitärischen Gruppierungen im Freistaat.
02.02.2008
«Im Landtag machen die NPD-Vertreter auf ,Law-and-order’ und dabei sind sie selbst ein Sicherheitsrisiko» , sagte Staatskanzleichef Michael Sagurna (CDU) der «Leipziger Volkszeitung» . Es deute vieles darauf hin, dass ihr Saubermann-Image nur vorgespielt sei. «Die sitzen zum Teil mit Schlips und Kragen im Parlament, gebärden sich als Vertreter von Recht und Ordnung und verlassen sich auf diejenigen, die es draußen anders machen.» Sagurna bezog sich auf Ergebnisse einer Emnid-Umfrage im Auftrag der Staatskanzlei. Demnach glauben fast zwei Drittel der Befragten an Kontakte zwischen NPD und rechtsextremistischen, gewalttätigen Kamerad schaften.
«Wir können keine Zahlen über eine solche Schnittmenge bieten» , sagte der Sprecher des Landesamtes für Verfassungsschutz, Alrik Bauer. Die Kontakte zwischen NPD und Kameradschaften seien regional unterschiedlich. Laut Verfassungsschutzbericht 2006 fungiert die NPD-Jugendorganisation «Junge Nationaldemokraten» zunehmend als Schnittstelle zur rechtsextremistischen Skin head- und Kamerad schaftsszene. (dpa/das)
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