Scharfe Kritik an Razzia bei Pfarrer in Jena
Dresden/Erfurt Sachsens Polizei steht wegen ihrer Razzia beim Jenaer Pfarrer Lothar König weiter in der Schusslinie. Am Donnerstag verurteilten die Jungsozialisten den „Auslandseinsatz“ der sächsischen Beamten in Thüringen.
Mittwoch hatten Polizisten die Wohnung des Pfarrers durchsucht. Ihm wird „aufwieglerischer Landfriedensbruch“ vorgeworfen, nachdem er an Demonstrationen gegen Neonazis teilnahm. König wies die Vorwürfe zurück. Das Thüringer Innenministerium hatte nach eigenen Angaben keine Kenntnis von der Razzia. Die Polizei in Jena war erst kurz zuvor informiert worden. Laut Erfurter Innenministerium war die Aktion kein Polizeieinsatz, sondern erfolgte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dresden als Einsatz für die Justiz. Daher hätten die sächsischen Polizisten die gleichen Befugnisse wie ihre Thüringer Kollegen gehabt.
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Erstellt am: 12. August 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 12. August 2011, 03:00 Uhr
Autor: dpa/amh

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