Sachsen ist noch immer Hochburg der Schrebergärten
Junge Familien entdecken wieder Freude an der Parzelle
Berlin/Leipzig
Sachsen ist deutschlandweit immer noch die Hochburg der Schrebergärten. Das Heimatland des namensgebenden Leipziger Arztes Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861) zähle rund 209 000 Kleingartenvereine, sagte der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde, Thomas Wagner.
In Leipzig kommen den Angaben zufolge 6,2 Parzellen auf 100 Einwohner. Es folgen Nürnberg (4,6) und Hannover (3,4).
In den vergangenen fünf Jahren seien bundesweit 45 Prozent aller Neuverpachtungen an Familien gegangen, sagte Wagner. „64 Prozent der Gärtner, die seit 2000 ein Grundstück übernommen haben, sind jünger als 55.“ Dieser Trend werde sich noch verstärken: „Junge Leute wollen beides haben: Stadtleben, Kultur und Partys auf der einen Seite, Wiese, Blumen, frisches Obst und Gemüse auf der anderen.“
Vereinsmeierei und Gartenzwerge bestimmten schon längst nicht mehr das Bild des Schrebergartens. Immer mehr Zuspruch fänden Ökokolonien. Dort gebe es keinen Strom, in Lauben kein fließendes Wasser, die Parzellen seien ein Durcheinander von wildwachsenden Pflanzen. „Öko statt Ordnung“ laute das Motto der jungen Neugärtner.
ddp/eb
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