Neuer Lausitzer Verein verteidigt die Braunkohle
In Cottbus gründet sich der Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“ und in Potsdam geht die Energiedebatte weiter
Cottbus/Potsdam In die Debatte über die Lausitz als Energiestandort mischt sich eine neue Stimme. In Cottbus hat sich ein Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“ gegründet. In Potsdam fordert die Opposition eine Regierungserklärung zur Energiepolitik.
Dazu gehöre, viele offene Fragen der Energiewende zu beantworten: Wie geht es weiter mit dem Stromnetzausbau, wie mit den Widerständen der Anwohner gegen alternative Stromprojekte? Woher sollen Ersatzarbeitsplätze für die Jobs in der Braunkohle kommen?
Die Industrieansiedlungen in der Lausitz seit 1990 hielten sich in überschaubaren Grenzen. „Der Rotorhersteller Vestas in Lauchhammer, die Papierfabrik in Spremberg und das Plastinarium in Guben, mehr fällt mir nicht ein“, sagte Schulze.
Öffentliche Debatte anstoßen
Nicht als Amtsträger, sondern als Privatperson ist Sprembergs Bürgermeister Mitglied des Vereins, der sich das Ziel gestellt hat, bisher schweigenden Kohlebefürwortern eine Stimme in der öffentlichen Debatte zu geben. Ebenso gehören Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU), der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD), der Cottbuser Beigeordnete Lothar Nicht (Linke), Handwerkskammerpräsident Peter Dreißig und der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, Wolfgang Krüger, dazu.
Der Verein, dem auch Kohlegewerkschafter und der Vorsitzende des Brandenburger Braunkohlenausschusses, Werner Schaaf, angehören, will im kommenden Jahr mit Aktionen und Veranstaltungen eine öffentliche Diskussion über die Rolle der Kohle in der Energiewende anstoßen und eventuell auch Unterschriften sammeln.
„Wir müssen mit Argumenten den Kohle-Befürwortern eine Stimme geben“, sagte Oberbürgermeister Szymanski. Denn einig sind sich die Vereinsgründer in der Frage, dass für sie die Braunkohle auf absehbare Zeit das wirtschaftliche Rückrat der Region bleiben wird.
Wolfgang Krüger kündigte an: „Wir werden sehr präzise die Folgen beschreiben, was es bedeutet, wenn jetzt nach dem Atomausstieg auch der Braunkohleausstieg beschleunigt wird.“ Das müssten sich auch die Politiker in Potsdam überlegen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region hänge an zwei großen Ankerfirmen: dem Chemieunternehmen BASF in Schwarzheide und Vattenfall.
Ruf nach „Plan B“
Die Gegner neuer Tagebaue in der Lausitz halten derweil an ihrer Forderung nach einem zügigen Abschied vom Kohlestrom fest und fühlen sich durch die Vattenfall-Absage für das CCS-Demokraftwerk bestätigt. „Der Lausitz bleibt nun eine gefährliche Fehlentwicklung erspart“, sagte René Schuster vom Umweltverband Grüne Liga. Die Region brauche kein neues Kohlekraftwerk, sondern eine schrittweise und sozialverträgliche Energiewende.
Und der Bundestagsabgeordnete der Linken, Wolfgang Nekovic, fordert von der Potsdamer Landesregierung erneut, „endlich einen verlässlichen Plan B für die Lausitz zu erarbeiten“. Zur Arbeitsplatzsicherung sei es erforderlich, schrittweise aus der Braunkohleverstromung bis 2040 auszusteigen
Die erheblichen energiepolitischen Differenzen innerhalb der Potsdamer Regierungskoalition wurden am Dienstag nach den Sitzungen der Landtagsfraktionen deutlich. Während die Linke laut ihrem Sprecher Thomas Domres weiterhin daran festhält, nach „2040 oder 2050 aus der Braunkohleverstromung ausgestiegen zu sein“, will die SPD nach einer Erklärung ihres Fraktionsvorsitzenden Ralf Holzschuher den Neubau eines Kohlekraftwerks offenhalten.
Darüber solle „in zehn bis fünfzehn Jahren“ entschieden werden. Diese „Option“ sollte sich die Landespolitik nicht verbauen. Er will dabei wie Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) auch eine Verletzung der bisherigen Klimaschutzziele des Landes nicht ausschließen. Die allerdings sind für seinen Koalitionspartner, dieLinke, mit Verweis auf den Koalitionsvertrag weiterhin nicht verhandelbar und schließen den Neubau eines konventionell betriebenen Kraftwerks aus.
Die CDU spricht sich entschieden für die weitere Nutzung der Braunkohle bei der Stromerzeugung aus, fordert aber mit den anderen Oppositionsparteien FDP und Grüne Ministerpräsident Matthias Platzeck auf, in der ersten Sitzung des Landtags im neuen Jahr eine Regierungserklärung zur Energiepolitik abzugeben. Es sei an der Zeit, dass insbesondere die Lausitz erfahre, woran sie sei.
Zum Thema:
NetzausbaukostenDie Wirtschaftsministerkonferenz der Bundesländer hat einem Antrag Brandenburgs und Sachsen-Anhalts zugestimmt, in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Frage der Kostenverteilung beim Netzumbau für die Integration ernerneubarer Energie zu klären. Bisher bleiben diese Kosten in den Regionen mit dem stärksten Zuwachs an Wind- und Solarstrom hängen. Das führt dort zu einer Erhöhung des Strompreises für die Verbraucher. Ostdeutschland ist davon besonders betroffen.
NetzausbaukostenDie Wirtschaftsministerkonferenz der Bundesländer hat einem Antrag Brandenburgs und Sachsen-Anhalts zugestimmt, in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe die Frage der Kostenverteilung beim Netzumbau für die Integration ernerneubarer Energie zu klären. Bisher bleiben diese Kosten in den Regionen mit dem stärksten Zuwachs an Wind- und Solarstrom hängen. Das führt dort zu einer Erhöhung des Strompreises für die Verbraucher. Ostdeutschland ist davon besonders betroffen.
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Artikel-Aktualisierungen:
Erstellt am: 07. Dezember 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 08. März 2012, 14:20 Uhr
Autor: Von Simone Wendlerund Johann Legner

Jüngste Kommentare (66)
Betriebsblindheit - Fortschritt nicht aufzuhalten
von unbekannt
Man hat der schleichenden Auflösung eines regionalen Industriekerns tatenlos zugesehen.
Hier war traditionell der Industriekern „Energie“. Die Energiewende - bzw. die Richtung der Weiterentwicklung der Energiebranche - hat sich schon vor vielen Jahren in der Wissenschaft, Forschung und Technologie abgezeichnet. Landes- und Regionalpolitiker, Wirtschaftsgremien, ... wurden von Insidern der Forschung und Entwicklung hingewiesen, das aufmerksam zu verfolgen,
entsprechend strategisch und konzeptionell zu reagieren.Das haben die Entscheider nicht getan. Sie haben nur auf e i n (und noch dazu altes) Pferd gesetzt und Vattenfall alles überlassen und sich damit auf ein Auslaufmodell gestützt. Ein Unternehmen, was sich jederzeit plötzlich entscheiden kann (oder aus wirtschaftlichen Gründen muss), abzuziehen. Das ist wirklich nicht ausgeschlossen.Was für ein Risiko ….!
notwendige Ergänzung
von proZukunft
Antwort auf folgenden Beitrag von unbekannt am 10.12.2011 10:47 Uhr
Ob Frank Szymanski, Harald Altekrüger oder Sprembergs Bürgermeister dieser "Alte Herrenriege" geht es doch zu offensichtlich nur um die wegbrechenden Steuereinnahmen Vattenfall, nicht um die Arbeitsplätze, den ginge es wirklich um die Zukunft, um Jobs hier in der Region, um die vielen tausend Pendler, die liebend gern hier in der Heimat statt in Holland, BadenWürthenberg oder Bayern, selbst Berlin arbeiten, müßten sie Farbe bekennen und mit aller Energie ihren Parteifreunden und der Landesregierung täglich auf die Füße treten. und es würde dann sicher auch erkennbar werden, das diese Herren sich für die Menschen, die das Loch vor ihrer Haustür haben mit all den Problemen, langsam ernst nehmen.
Aber da wird wohl eher der Papst den Glauben wechseln.
Verantwortungslos
von unbekannt
Antwort auf folgenden Beitrag von unbekannt am 10.12.2011 10:47 Uhr
Was hätte man tun sollen?
Man hätte mit der nicht aufzuhaltenden Entwicklung im Bereich der alternativen Energieerzeugung
rechtzeitig mitgehen müssen, hier in der Region politisch und durch Wirtschaftsförderung unterstützt, so viel wie möglich zu bündeln und zu zentralisieren , um die Dezentralisierung/Auslagerung wirtschaftlicher und sozialer Potentiale aus unserer Region in andere Gebiete weitestgehend einzuschränken. Man hätte viele mittelständische Produktions- , Service- und Erzeugerbetriebe EE zielgerichtet aufbauen müssen, Synergieeffekte mit der BTU nutzen sollen. Damit wären viele der in anderen Gebieten entstandenen Branchenarbeitsplätze hier entstanden und vor allem die Gewerbeeinnahmen vor Ort geblieben. Und die Kumpels der Region
würden nach dem Ende der Kohle auch nicht leer ausgehen, es gäbe tatsächlich Übergangsmöglichkeiten.
Irgendwann ist die Kohle abgebaut, was wird dann aus der Niederlausitz, sehr geehrte Herren?
Sehr geehrte Frau Wendler,
von PlanB
Sie fragen: Welche Region war pfiffiger?
Hier ein Zitat einer Unternehmerin aus der Lausitz:
"«So viel Geld hätte ich nicht mehr in Hornow gesteckt», sagt Matthysen unter Verweis auf die drohende Zukunft der einstigen Kinderstube von Felicitas. «Ab 2035 will Vattenfall hinter unserem Haus nach Braunkohle baggern. Unter solchen Bedingungen ist Hornow für große Investitionen nicht mehr interessant.»
Quelle: http://www.ad-hoc-news.de/belgische-schokolade-jetzt-auch-in-potsdam-confiserie--/de/News/21177102
(Die LR berichtete zwar über die Eröffnung, verschwieg aber die Zukunftspläne.)
Nur eines von vielen Beispielen...
zu Fragen von wendler
von unbekannt
Antwort auf folgenden Beitrag von PlanB am 10.12.2011 08:58 Uhr
... um bei Ihnen vielleicht ein wenig Verständnis und Einordnungsvermögen zu erreichen, versuche ich einmal etwas einfacher mit nur einem Beispiel:
Wieso konnte der ehemalige Wirtschafts-Minister Junghanns (CDU) - im Rahmen der damals häufig propagierten Wirtschaftspolitik des Landes: "Wirtschaftskerne stärken"
- getragen von der Landesregierung - in seinem Wahlbezirk Frankfurt/Oder zwei Solarmodulhersteller ansiedeln ?
..
von Xerxes
Ach mault euch doch alle nicht so an!
Was wären denn ernsthafte dauerhafte Arbeitsplätze in der Lausitz?
So ein Solarpark läuft ja fast ohne Leute , Windräder auch..eine Energieregion kommt wohl in 20 Jahren mit sehr sehr wenigen Arbeitsplätzen aus und Gewinne werden, wie eh und je privatisiert....
Wird wohl wie immer die arme Streusandbüchse bleiben...
JA
von firefighter5
Antwort auf folgenden Beitrag von Xerxes am 09.12.2011 19:51 Uhr
weil man hier einfach die Zeit verpennt hat und in der Vergangenheit nur auf das Pferd Vattenfall gesetzt hat.
Im Übrigen Frau Wendler: Sehen sie sich in Dresden, Chemnitz, Leipzig mal um, um nur drei der von Ihnen gewünschten Beispiele zu nennen. Aber dann müssten Sie ja seriösen Journalismus betreiben (bei der LR nicht gewünscht) und mal über den Tellerrand schauen.
Liebe grüne MitbürgerInnen,
von Podiceps
die ihr in der Gründung des Vereins Pro Lausitzer Braunkohle den Untergang des Abendlandes kommen seht: schon vergessen (oder eher verdrängt?), welcher Reinfall das vor knapp drei Jahren gelaufene Volksbegehren "Keine neuen Tagebaue" für euch war? Nicht Mal ein Drittel der notwendigen Stimmen, oder irre ich da? Der Rest der Brandenburger - alles Energiekonzernlobbyisten oder Dumme? Oder mündige Bürger, die wissen, was sie wollen? Einfach mal wieder in Erinnerung rufen, und den Ball flach halten.
und Tschüß Vattenfall
von proZukunft
Antwort auf folgenden Beitrag von Podiceps am 08.12.2011 22:06 Uhr
na dumm gelaufen, aber was macht das schon, es zeigt nur in aller Deutlichkeit eins, schlechte Verlierer und dazu immer noch tief in der Vergangenheit und Rückwärtsgewand. Nur nichts neues,vorallem keine weitere Enwicklung, könnte ja meinem Arbeitsplatz schaden, nur hast Du und andere vegessen, das Rad der geschichte hatt sich noch nie aufhalten lassen, und je lauter Ihr gegen das Kohleaus auch schreit, brüllt und protestieren wollt, es hat nich automatisch derjenige Recht, der am lautesten schreit, ihm -Euch fehlen nur die Argumente
Scrolle mal runter
von Kalypso
Antwort auf folgenden Beitrag von proZukunft am 09.12.2011 18:40 Uhr
Scrolle mal runter und beantworte die Frage in meinem anderen Kommentar.
ct/kWh-Unabhängigkeit-Versorgungssicherheit-ökologische Aspekte.
_______________________________________________________________
Wie können Befürwortern von Technologien die Argumente fehlen, welche es schon gibt, sich bewährt haben und sich in die neue Zeit fügen müssen. Viel mehr müssen doch die, die es ändern wollen Argumente haben... Technologien die es noch nicht gibt.
Wie es CCS erging... verteufelt ohne erprobt zu sein. Da schreit keiner... eine Technologie zu verdammen, womit niemand Erfahrungen hat. Und jetzt sagst Befürworter der Kohle an sich, sollen Argumente bringen. Schon komisch.
Wenn es jedesmal in der Geschichte so gewesen wäre, wir würden immernoch mit Pfeil und Bogen jagen.
Richtig durchgelesen,
von Podiceps
Antwort auf folgenden Beitrag von proZukunft am 09.12.2011 18:40 Uhr
und vor allem: auch verstanden? Die Verlierer des Volksbegehrens waren die selbsternannten Klimawächter. Und die sind es auch, die hier am lautesten schreien. Der Rest ihres Postings ist genau das leere Bla, das man fast immer hört, wenn es gegen Braunkohle geht.
Also konkret jetzt: was nutzen wir mittelfristig für eine stabile, bezahlbare Grundlastversorgung? Ich bin gespannt.
Energieversorgung
von Luegendetektor
Antwort auf folgenden Beitrag von proZukunft am 09.12.2011 18:40 Uhr
Reicht das Argument einer zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung?
Die gerade mal
von firefighter5
Antwort auf folgenden Beitrag von Luegendetektor am 09.12.2011 19:49 Uhr
zu max. einem Fünftel aus Braunkohle besteht. Und da habe ich schon hoch gegriffen.
zuverlässiger Energie
von Luegendetektor
Antwort auf folgenden Beitrag von firefighter5 am 09.12.2011 22:56 Uhr
Unsere Braunkohle liefert etwa knapp ein 1/4 unserer Stromerzeugung. Mit Kernenergie und Steinkohle decken wir >60% mit zuverlässiger Energie ab und sichern so die Netzstabilität. Mit jedem Prozent weniger zuverlässiger Energie und mehr Zufallsstrom wird der Netzausfall wahrscheinlicher. Wir sind heute schon hart am Limit. Geht der Trend weiter, ist der erste große Blackout in naher Zukunft vorprogrammiert.
Erinnerngslücken ?
von unbekannt
Antwort auf folgenden Beitrag von Podiceps am 08.12.2011 22:06 Uhr
Ja, "Podiceps", ..."einfach mal wieder in Erinnerung" rufen,
damals wurde das Thema CO2-Speicherung wohlweislich von den Politikern bis zum Ende des Volksbegehrens "unter der Decke" gehalten. Danach wären es - und sind es jetzt vermutlich noch - einige Tausend mehr im im Land BB!
Aber nocheinmal eines:
Bitte keine Konfrontation der Brandenburger bzw. der Menschen in unserer Region. Diese Denkrichtung trifft nicht das eigentliche Problem. Von solchen Meinungen sollte man sich schnellstens trennen. Konstruktive Ansätze sind gefragt, die den Lebensraum und die "Energieregion" Niederlausitz vernünftig als Einheit betrachten und die künftigen Probleme wirklich in diesem Sinne lösen.
Nun,
von Podiceps
Antwort auf folgenden Beitrag von unbekannt am 09.12.2011 09:03 Uhr
CCS wurde damals nicht "von den Politik unter der Decke gehalten", vielmehr startete das CCS-Pilotprojekt im September 2008, kurz vor dem Start des Begehrens. Damit hätte das Thema CCS auch den Initiatoren des Begehrens bekannt gewesen sein können - die Medien berichteten, und es gab reichlich Eigenwerbung.
Und es geht hier NICHT darum, "die Menschen in unserer Region zu konfrontieren". Es geht darum, dass bei diesem Begehren die MEHRHEIT der Brandenburger die durch den Bergbau notwendigen Eingriffe in ihren Lebensraum akzeptiert hat. Diese Entscheidung hat damit auch die Ökolobby zu akzeptieren - so etwas nennt man Demokratie.
Irrtum deinerseits
von firefighter5
Antwort auf folgenden Beitrag von Podiceps am 09.12.2011 20:35 Uhr
Sie Mehrheit der Brandenburger ist von dem Eingriff in Ihren Lebensraum durch die Kohle garnicht betroffen. Oder beschränkt sich Brandenburg in deiner Sichtweise nur auf die Lausitz zwischen Cottbus-Guben-Spremberg-Senftenberg? Und eins muss man mal feststellen: Solange die Menschen nicht selbst betroffen sind, interessiert sie ein Problem gar nicht.
Wieso Irrtum?
von Podiceps
Antwort auf folgenden Beitrag von firefighter5 am 09.12.2011 23:01 Uhr
So sind Volksbegehren nun mal: sie finden auf Bundes- oder Landesebene statt. Und sind ein Instrument der direkten Demokratie. Wer ein solches initiiert, sollte das vorher wissen - dann bleiben Enttäuschungen erspart.
Mit dem letzten Absatz hast du sicherlich recht...
von southpark
Antwort auf folgenden Beitrag von unbekannt am 09.12.2011 09:03 Uhr
Du sprachest von "Konstruktive Ansätze " und "Energieregion Lausitz". Das ist so sicherlich richtig. Viele Menschen hier sehen die Lösung in einem vernünftigen Energiemix. Aber wenn permanent nur auf EE polarisiert wird und dauernd "grüne" Gruppen die Abschaffung, und in letzter Zeit die sofortige Abschaffung, der Kohleindustrie fordern, ist ja die Reaktion der direkt und indekt Beschäftigten, der Gemeindepolitiker, die mit den Gewrbesteuern rechnen, verständlich.
Nicht streiten, antworten auf.....
von Kalypso
Man kann sich hier Fakten, Planspiele, Annahmen, Studien, Lobbykeulen, Ignoranzvorwürfe, Dummheit usw. gegenseitig um die Ohren hauen....
4 Dinge muss man beantworten, wenn man auch aus der Kohle will :
Wie will man die Energieversorgung Deutschlands bezahlbar, UNABHÄNGIG, versorgungssicher und ökologisch gestalten ?
Unabhängigkeit wird mit jedem Jahr im Zuge der globalen Ressourcenverknappung immens wichtiger....
Ebenso ist jeder Energiespeicher endlich ! Egal was da kommt.
ct/kWh - Unabhängigkeit - ökoligische Aspekte - Versorgungssicherheit
Wer diese 4 Dinge mit anderen Mitteln in Einklang bringen kann, der kann auch aus der Kohle aussteigen. Denn sie vereint zumindest 3 Aspekte der 4 in sich. Und auch am 4. wird stark gearbeitet, nicht nur mit CCS
Also Fakten schaffen, statt********reden.