Müll verschandelt Parks im Freistaat
Allein in Dresden fallen jährlich 128 Tonnen Unrat an / Freiwillige räumen auf
Dresden Auf Spielplätzen und in Parkanlagen in Sachsen türmt sich der Müll. Um Gebühren zu sparen, wird zunehmend auch Hausmüll entsorgt. Beim Frühjahrsputz setzen viele Städte auf freiwillige Helfer.
Um der Müllberge Herr zu werden, rüstet die Landeshauptstadt auf: 2011 wurden für rund 75 000 Euro alte Papierkörbe ausgetauscht und zusätzliche aufgestellt. Auch die Hilfe der Dresdner ist gefragt – jedes Jahr am Samstag vor Ostern ist Großreinemachen an den Elbwiesen angesagt: Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 1300 Helfer teil.
Auch in Freiberg übernehmen Freiwillige den Frühjahrsputz: Mehr als 200 Helfer von Vereinen, Kirchgemeinden oder Kindergärten gabelten im vergangenen Jahr 1,74 Tonnen Unrat auf. Regelmäßig sind für das Projekt „Sauberes Freiberg“ zudem Putzkolonnen unterwegs. 2011 gab die Stadt für die Beseitigung von knapp 49 Tonnen Müll rund 36 700 Euro aus.
„Das Problem Müll ist leider nicht weniger geworden“, sagte eine Sprecherin der Chemnitzer Stadtverwaltung. Auch in ihrer Stadt mussten 2011 rund 535 Kubikmeter Abfall eingesammelt werden. Umweltsünder müssen hier mit Konsequenzen rechnen: 2011 wurden 70 Abfalldelikte bearbeitet, in diesem Jahr gab es bereits 13 Anzeigen wegen unerlaubter Abfallentsorgung.
Im Nationalpark Sächsische Schweiz gehen regelmäßig Mitarbeiter der Parkverwaltung die Wege ab, sammeln leere Flaschen, Verpackungen und Taschentücher ein. Im vergangenen Jahr kamen 85 Kubikmeter Abfall zusammen. „Immer wieder ein leidiges Thema“, kommentierte Sprecher Hanspeter Mayr.
Nach Angaben des Sächsischen Städte- und Gemeindetages haben Kommunen jeden Tag mit illegalem privaten Müll zu kämpfen. „Die Abfallsünder lassen sich aber nur schwer ermitteln“, sagte Geschäftsführer Mischa Woitscheck. In den meisten Fällen blieben die Kommunen deshalb auf den Kosten sitzen.

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