Liberale Frauen vermissen Gleichberechtigung in FDP
Landesvorsitzende Mayer kritisiert Parteichef
Seit Wochen steht die sächsische FDP wegen des Vorwurfs des Postengeschachers und der Selbstbedienung in der Kritik von Opposition und Öffentlichkeit. Jetzt melden sich auch parteiinterne Kritiker zu Wort.
Ingrid Alice Mayer. Foto: S. Heitkamp Foto: S. Heitkamp
Die Landesvorsitzende der Liberalen Frauen Sachsen, Ingrid Alice Mayer, beklagt: Frauenpolitik sei „nicht gerade die Domäne” von Parteichef Holger Zastrow. „Für ihn ist die Gleichberechtigung in der FDP angeblich längst Realität. Aber das ist meiner Meinung nach leider nicht der Fall”, sagt Mayer. So seien unter den 14 Landtagsabgeordneten nur zwei Frauen vertreten, nachdem auch noch die Leipzigerin Isabel Siebert als Sprecherin von Wirtschaftsminister Sven Morlok herausgekauft worden sei. „Das sind gerade einmal 14 Prozent Frauenanteil”, bemängelt Mayer. Schon bei der Listenaufstellung vor einem Jahr sei versäumt worden, die Hälfte der Plätze an Frauen zu vergeben. Sie selber sei als promovierte Juristin und ehemalige Rechtsanwältin fachlich durchaus geeignet, sagt die 50-Jährige, die auch Mitglied im Bundesvorstand der Liberalen Frauen ist.
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