05. Januar 2012, 00:00 Uhr
Jüdische Gemeinden bekommen eigene Rabbiner
Dresden
Die jüdischen Gemeinden von Leipzig, Chemnitz und Dresden bekommen einen jeweils eigenen Rabbiner. „Damit erfüllen wir den langjährigen Wunsch der Gemeinden nach religiöser Eigenständigkeit“, sagte der Vorsitzende des Landesverbands Sachsen der Jüdischen Gemeinden, Heinz-Joachim Aris.
Bisher hatte der sächsische Landesrabbiner Salomon Almekias-Siegl die drei Gemeinden zentral betreut. Seit seinem Amtsantritt 1998 hatte sich die Zahl der jüdischen Gemeindemitglieder in Sachsen von rund 1000 auf 2700 mehr als verdoppelt. Aufgrund des Wachstums sei es für die 1300 Leipziger, 750 Dresdner und 680 Chemnitzer Gemeindemitglieder notwendig geworden, ständig und intensiv und nicht nur partiell betreut zu werden, sagte Aris. Das habe ein einzelner „Wanderrabbiner“ aber nicht mehr leisten können. Deswegen hat der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinde den Vertrag des Landesrabbiners und damit dieses Amt zum Jahresende 2011 aufgelöst. Stattdessen sollen drei Gemeinderabbiner finanziert werden. Aris sagte, dass jede Gemeinde einen eigenen Rabbiner habe, sei in anderen Bundesländern schon üblich.
Jüngste Kommentare
Zu diesem Artikel sind noch keine Beiträge vorhanden