„Das Völkerschlachtdenkmal mahnt uns, Krieg und Gewalt zu ächten und appelliert an uns, die Grundrechte der Demokratie zu achten und zu leben“, sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Dienstagabend bei der Auftaktveranstaltung für das Festjahr in Leipzig.

Eine Steuerungsgruppe aus Vertretern der Stadt und der Region Leipzig erstellte das Programm „Leipzig 1813 – 1913 – 2013. Eine europäische Geschichte“ – mit dem Anspruch, Geschichte auch kritisch zu beleuchten. „Im Jubiläumsjahr wollen wir auf eine Spurensuche nach einem Stück gemeinsamer Geschichte in Europa gehen“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Nach Angaben des Ministerpräsidenten wird sich auch die Bundesregierung an dem Festprogramm beteiligen.

Ein Höhepunkt ist ein Festgottesdienst der russisch-orthodoxen Kirche Leipzigs, bei dem an russische Gefallene der Völkerschlacht erinnert werden soll. Am 18. Oktober 2013 – dem Jahrestag der Übergabe des Denkmals 1913 – ist eine Begegnung hochrangiger Politiker aus ganz Europa geplant.

Im kommenden Jahr feiert die sächsische Messestadt 200 Jahre Völkerschlacht und 100 Jahre Völkerschlachtdenkmal. Das Völkerschlachtdenkmal gilt als größter Denkmalbau Europas. Seit 2003 wird es saniert und restauriert – bisher kosteten die Arbeiten rund 20 Millionen Euro. Der Kolossalbau erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813. Dabei unterlag der französische Kaiser Napoleon mit seinen Soldaten den Truppen aus Österreich, Preußen, Russland und Schweden.