Debatte um Verbindungen der NPD zu Neonazi-Bande
Der Prozess um die Neonazi-Bande „Sturm 34” am Dresdner Landgericht ist nicht nur ein Verfahren gegen eine mutmaßlich kriminelle Vereinigung, die in ihrer Region Gewalt und Angst verbreitete. Ins Zwielicht gerät bei dem Prozess zunehmend auch die im Landtag vertretene NPD. Sie soll im Hintergrund viele Strippen zu den brutalen Schlägern gezogen haben.
21.05.2008
Für den Verfassungsschutz steht zumindest fest: „Es gibt teilweise Verknüpfungen zwischen der NPD und Freien Kräften“, wie Geheimdienst-Präsident Reinhard Boos jüngst erklärte. Die öffentliche Distanzierung der Partei stehe im Widerspruch zu den Hinweisen, dass NPD-Funktionäre auch Mitglieder der Kameradschaft waren.
Das Fernsehmagazin „Report“ hatte zudem unter Berufung auf 13 000 Seiten Prozessakten berichtet, dass es zwischen „Sturm 34“ und NPD „auf regionaler sowie auf Landesebene zahlreiche gemeinsame Aktivitäten“ gab. In einigen Fällen sei die NPD direkter Befehlsgeber gewesen. So sei der mutmaßliche Rädelsführer Tom W. aufgefordert worden, an NPD-Treffen teilzunehmen und seine Schlägertruppe zum Saal- und Personenschutz sowie zur Absicherung von Demos einzusetzen.
von sven heitkamp
Lesen Sie täglich mehr in der
Lausitzer Rundschau oder werden Sie
ePaper-Abonnent. Jetzt
hier bestellen...
Einhaltung der Nutzungsbedingungen
Hilfe zum neuen Kommentarsystem