05. März 2010, 00:00 Uhr

Chemnitzer sollen Gesicht zeigen gegen Nazi-„Trauermarsch“

Rechtsextreme haben für Friedenstag Aktion beantragt

Chemnitz Drei Wochen nach ihrer Niederlage in Dresden haben Neonazis erneut zu einem Trauermarsch in Sachsen aufgerufen. Diesmal ist es mit Chemnitz eine Stadt, die am heutigen Freitag ihrer Bombardierung vor 65 Jahren gedenkt.

Das parteiübergreifende „Bündnis für Frieden und Toleranz“ hofft auf bis zu 2000 Protestierer gegen Rechts.

Laut Verfassungsschutz gebe es „keinerlei Anzeichen, dass der Aufmarsch in Chemnitz eine Art Ersatz für den 13. Februar in Dresden werden könnte“. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) hofft, dass viele Chemnitzer auf die Straße gehen und damit zeigen: „In unserer Stadt ist für Nazis kein Platz“.

Schon in der Vergangenheit hatten Rechtsextreme versucht, am 5. März in Chemnitz aufzumarschieren – mehr als 300 sind es bislang noch nie gewesen. An diesem Tag begeht die Stadt Chemnitz seit Jahren in Erinnerung an das folgenreiche Bombardement durch Alliierte gegen Ende des Zweiten Weltkrieges ihren „Friedenstag“. In der Nacht zum 6.

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Erstellt am: 05. März 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 05. März 2010, 01:27 Uhr
Autor: dpa/SvD

dpa/SvD

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