03. Februar 2012, 00:00 Uhr

Automobilzulieferer Continental will sächsischen Standort ausbauen

Neue Dieselinjektoren kommen ab 2014 aus Limbach-Oberfrohna / Neues Technologiezentrum soll 2013 in Betrieb gehen

Limbach-Oberfrohna Der sächsische Standort des Automobilzulieferers Continental wird weiter ausgebaut. In Limbach-Oberfrohna solle ein Technologiezentrum entstehen, kündigte das Unternehmen an.

Im Werk in Limbach-Oberfrohna wurde in dieser Woche der 50-millionste Injektor hergestellt. Foto: Schmidt/dpa


Werkleiter Joachim Zirbs sagte, das Zentrum werde spätestens Anfang 2013 in Betrieb gehen und 15 bis 20 Ingenieure beschäftigen. In Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen der Region würden die Fertigungstechnologien und -anlagen für neue Produkte entwickelt.

In den vergangenen zehn Jahren haben nach Firmenangaben bereits 50 Millionen Einspritzdüsen das Werk Limbach-Oberfrohna der Continental-Gruppe verlassen. Im vergangenen Jahr seien es zehn Millionen gewesen.

An dem Standort werden bereits seit zehn Jahren Einspritzdüsen für Dieselmotoren auf Piezo-Basis gefertigt. Die auf Kraftstoffeinsparung und Abgasreduzierung abzielende Technologie war hier weltweit erstmals in die Serienproduktion überführt worden.

Zahlreiche NeuentwicklungenWie Continental-Manager Gunnar Lowack ankündigte, wird auch für bereits neu entwickelte Injektoren von Continental der Serienstart in Limbach-Oberfrohna sein. Für einen völlig neuen Injektor mit Direktantrieb sei 2014 angepeilt. Bei diesem mit einem Bundes-Innovationspreis für umweltfreundliche Technologien ausgezeichneten Bauteil könne die Einspritzung noch exakter kontrolliert werden. Eine weitere, auf die nächsten Stufen der Euro-Abgasnorm gerichtete Generation von Piezo-Injektoren solle 2015 in Serie gehen.

Weniger Kraftstoffverbrauch

Nach Lowacks Angaben kann mit den neuen Injektoren eine Kraftstoffeinsparung von zusätzlich drei Prozent erzielt werden. Gleichzeitig bedeute dies drei Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß. „Mit den neuen Produkten und dem Technologiezentrum hat der Standort eine hervorragende Perspektive“, sagte Lowack.

Der sächsische Standort ist den Angaben zufolge das Leitwerk der Continental-Gruppe für Einspritzsysteme. In den Fertigungsstätten Limbach-Oberfrohna und Stollberg sind insgesamt 1700 Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus würden derzeit rund 70 junge Leute ausgebildet, hieß es.
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Erstellt am: 03. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Februar 2012, 11:33 Uhr
Autor: dapd

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