Die überfüllten Odeg-Züge in den Hauptverkehrszeiten zwischen Cottbus und Berlin sollen mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 der Vergangenheit angehören. Wie die neue Geschäftsführerin des VBB Susanne Henckel am Dienstag in Lübben erklärte, werde der bisher stündlich verkehrende RE 2 von Cottbus dann zwischen fünf und sieben Uhr auf einen Halbstundentakt umgestellt. Gleiches soll nachmittags aus Richtung Berlin erfolgen.

Henckel erklärte auf der Regionalkonferenz mit kommunalen Amtsträgern, dass damit auf zunehmende Kritik aus Südbrandenburg reagiert worden sei. Zu den Veränderungen gehört auch, dass der Anschlusszug OE 65 um 19.03 Uhr ab Cottbus nicht in Spremberg endet, sondern bis Görlitz fährt. Berlin-Pendler nach Ostsachsen haben bei Verspätung des RE 2 besonders unter der Fahrplan-Lücke gelitten.

Im 15. Jahr seines Bestehens kann der VBB darauf verweisen, dass 2013 mehr als 1,3 Milliarden Fahrgäste mit den Bussen und Bahnen der Verkehrsunternehmen unterwegs waren. In der Lausitz stiegen die Fahrgastzahlen im Bahnverkehr in den vergangenen fünf Jahren von 9,2 Millionen auf 10,7 Millionen jährlich.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten auf dem Bahnhof Königs Wusterhausen im November soll die zunächst abgesagte RB 22 den schnellen Anschluss zum Flughafen BER sichern. Experten auch unter den Kommunalpolitikern zweifeln daran und sehen den Bahnhof KW weiter als Nadelöhr.