07. August 2008, 00:00 Uhr

Wirtschaftskriminalität wächst weiter

Fördermittel für den schicken Privatwagen oder Anlagebetrug im großen Stil – knapp 8000 Wirtschaftsstraftaten hat Brandenburgs Polizei im vergangenen Jahr abschließend bearbeitet. Dies sei ein weiterer Anstieg um fast 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Potsdamer Innenministerium mit. Der geschätzte Schaden: Fast 208 Millionen Euro und damit nahezu ein Viertel mehr als 2006.

Nach Auskunft von Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) nutzen die Täter immer stärker das Internet für Straftaten wie Computersabotage oder Ausspähen von Daten. Zugleich appellierte er an die Firmen, Wirtschaftsdelikte konsequent anzuzeigen.
Ein Verfahren mit fast 15 000 betrogenen Kleinanlegern, Schwarzarbeit im großen Ausmaß oder Veruntreuung von Fördergeldern in Millionenhöhe sind nur einige Beispiele für die „größten Fische“ in diesem Kriminalitätsbereich in Brandenburg. Ein Grund für den deutlichen Anstieg der Delikte im vergangenen Jahr waren nach Ministeriumsangaben vier Großverfahren wegen Betrugs sowie bei Anlage- und Finanzierungsdelikten. Nach Auskunft des Direktors des Landeskriminalamtes (LKA), Dieter Büddefeld, konnte das LKA im vergangenen Jahr zwei Ermittlungsverfahren zum Verdacht des Warenbetruges mit fast 1700 Einzeldelikten abschließen.
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Erstellt am: 07. August 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 07. August 2008, 01:27 Uhr
Autor: von imke hendrich

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